"Austro-Taliban" bot Reisen in Terrorcamps an

Eine Gruppe radikaler Moslems soll von Wien aus ein "Reisebüro für potenzielle Terroristen" betrieben haben. Die sechsköpfige Gruppe rund um den "Austro-Taliban" Thomas A.-J. (26) soll Reisen in Terrorcamps arrangiert und radikale Milizen gesponsert haben.

Eine Gruppe radikaler Moslems soll von Wien aus ein "Reisebüro für potenzielle Terroristen" betrieben haben. Die sechsköpfige Gruppe rund um den "Austro-Taliban" Thomas A.-J. (26) soll Reisen in Terrorcamps arrangiert und radikale Milizen gesponsert haben.

Die Anklageschrift gegen die sechs Männer ist fertiggestellt, berichtet der Kurier. Von einem angeblich geplanten Flugzeuganschlag auf den Deutschen Reichstag in Berlin, über den vor einem halben Jahr in Zeitungen berichtet worden war, sei in der Anklageschrift aber keine Rede mehr. A.-J., der Sohn eines Syrers und einer Österreicherin, konvertierte mit 15 zum Islam. Im Bericht wird er als "Musterbeispiel dafür, wie ein gut integrierter Jugendlicher unbemerkt zum Fanatiker mutiert", bezeichnet.

Nach der Scheidung seiner Eltern, der Trennung von seiner Freundin und einer Syrien-Reise soll sich der Hautangeklagte Glaubensbrüder gesucht haben, die mit ihm von einem Wiener Mietshaus aus ihr Gedankengut verbreiten und in den Heiligen Krieg ziehen wollten. Das große Vorbild des Mannes soll der getötet Terrorpate Osama bin Laden sein.

Als ein Reiseziel der Gruppe wurde ein Unterschlupf bei den radikalislamischen Al-Shabaab-Milizen in Somalia ausgewählt. Der Wiener bestreite dies aber. Er ist seit Juni des Vorjahres in Untersuchungshaft. Ein Prozesstermin steht noch nicht fest. Den sechs Angeklagten drohen bis zu zehn Jahre Haft.

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