"Beine zam" in Öffis: Neue Sitzregel spaltet das Netz

Die Wiener Linien möchten mit ihrer neuen Kampagne "Manspreading" vermeiden.
Die Wiener Linien möchten mit ihrer neuen Kampagne "Manspreading" vermeiden.Bild: picturedesk.com
Eine Kampagne für mehr Rücksicht in den Öffis erhitzt die Gemüter im Netz. Einige (meist männliche) Poster fühlen sich durch die „Lerntafel" diskriminiert. Viele Frauen finden sie gut.
Die Wiener Linien sorgten am Montag auf Facebook mit einer neuen Kampagne für Furore, "Heute.at" berichtete. Es handelt sich dabei um eine Anleitung zum "richtigen Sitzen" in der U-Bahn. "Sei ein Ehrenmann und halt deine Beine zam!" lautet der Slogan, der im Netz heiß diskutiert wurde.



Die Wiener Linien möchten damit "Manspreading" vermeiden. Das bekannte breitbeinige Sitzen gilt als rücksichtslos gegenüber anderen Fahrgästen.

Einige fühlen sich diskriminiert



CommentCreated with Sketch.91 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Auf der Facebook-Seite der Wiener Linien entbrannte danach eine Diskussion. Einige Poster fühlen sich dadurch diskriminiert. Es müsste auch etwas gegen die Unsitte getan werden, freie Sitzplätze mit Handtaschen zu blockieren, schreiben mehrere Männer.

"Das wäre mal eine vernünftige Werbung und nicht das breitbeinig dasitzen. Ich sehe täglich mehr Frauen, die mit ihren Taschen den Nebensitz blockieren als Männer, die breitbeinig dasitzen", so ein User.



Auch wenn die Kampagne bei Frauen gut ankommt, gab es auch einige Gegenstimmen. "Ich bin schwanger und kann nicht anders sitzen, muss ich jetzt stehen", fragte etwa eine Posterin mit Humor. "Wir wollten darauf aufmerksam machen", so ein Wiener-Linien-Sprecher. "Es geht um Respekt."



Auch auf Twitter wurde heftig diskutiert. Während Frauen die Kampagne befürworten, sind Männer eher dagegen.







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