"Bin ich der Grund für seine Potenzprobleme?"

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Fünf Jahre lang war der Sex in Jenifers Beziehung kein Problem. Aber nun steht er plötzlich im Mittelpunkt, da ihr Freund Schwierigkeiten mit der Erektion hat.
Frage von Jenifer (27) an Doktor Sex: Mein Freund und ich sind fünf Jahre zusammen und haben eine sehr schöne Beziehung. In einem Jahr wollen wir heiraten. Doch vorher möchte ich noch ein Thema angehen, das mich verunsichert: Seit einem Jahr haben wir sehr wenig Sex, und fast immer, wenn er in mich eindringen möchte, macht sein Penis schlapp. Ich fühle mich in diesen Momenten jeweils sehr schlecht und langsam verzweifle ich an der Wiederholung des immer gleichen Szenarios.

Er versichert mir zwar immer wieder, dass es nicht an mir liege und ich für ihn die perfekte Frau sei. Aber je länger das so geht, umso mehr entstehen bei mir Zweifel am Wahrheitsgehalt seiner Aussagen. Er behauptet, er wisse nicht, wieso seine Erektion in diesem Moment zusammenbricht. Ich bin offen für alles und bereit, der Sache auf den Grund zu gehen. Ich möchte dieses Problem nicht mit in die Ehe nehmen und hoffe deshalb, dass Sie mir einen Rat geben können. Vielen Dank!

Antwort von Doktor Sex

Liebe Jenifer

Du tust gut daran, diese Angelegenheit mit deinem Freund vor der Eheschließung zu klären – umso mehr noch, da seine Potenzprobleme sogar in einem direkten Zusammenhang damit stehen könnten. Zudem ermöglicht euch die Auseinandersetzung mit diesem Thema, euer Vermeidungsverhalten in Sachen Streiten und Kommunikation unter die Lupe zu nehmen.

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Dass dein Freund nach fünf Jahren Beziehung von einem Tag auf den anderen nicht mehr in dich eindringen kann, weil sein Penis genau dann schlappmacht, lässt mich aufhorchen und meine Phantasien aufblühen. Im Gegensatz zu dir zweifle ich aber nicht an deiner Attraktivität und Person, sondern an der Aufrichtigkeit deines Freundes.

CommentCreated with Sketch.6 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Es wäre ihm gegenüber unfair, hier nun einen Katalog von Vermutungen über die möglichen Ursachen und Hintergründe seines erektilen Versagens aufzulisten und über deren Wahrscheinlichkeit zu spekulieren. Wir dürfen annehmen, dass dein Freund genau weiß, was der Grund dafür ist, und üben uns daher in diskretem Schweigen.

Deine Offenheit und die Bereitschaft, der Sache auf den Grund zu gehen, sind wichtig und hilfreich. Jedoch geht es meiner Meinung nach nicht so sehr um deinen Freund und sein Verhalten, sondern um dich und wie du damit umgehst. Hier liegt der Ansatzpunkt, um eine Veränderung zu erzielen, denn was er tut, ist letztlich seine Sache.

Offensichtlich ist, dass du trotz der Zweifel, die an dir nagen, in der Defensive bleibst und gute Miene zum möglicherweise bösen Spiel machst – sogar um den Preis, dadurch in Selbstzweifel zu verfallen. Dabei ist sonnenklar, dass dein Problem eine Folge der erektilen Disfunktion deines Freundes ist. Wo bleibt deine Selbstachtung?

Ich finde, dies solltest du klar stellen und damit auch die Verantwortung dorthin zurückgeben, wo sie hingehört: zu deinem Freund. Sag ihm klipp und klar, dass du nicht länger bereit bist, an dir zu zweifeln und auf Sex zu verzichten. Fordere ihn dann dazu auf, seiner punktuellen Impotenz auf den Grund zu gehen – notfalls auch mit fachlicher Unterstützung. Alles Gute!

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