"Blackfish" wird nur für Schulklassen gezeigt

Für gewöhnlich ist eine Filmpremiere eine mit glamourösem Rahmenprogramm und prominent besetzter Gästeliste aufgepeppte Uraufführung, der naturgemäße viele weitere Vorstellungen folgen. Prominenz und Glamour gab es auch bei der Premiere von "Blackfish" vergangenen Mittwoch im Cine Center. Weitere Vorstellungen des Films wird es hingegen nicht geben. Aus finanziellen Gründen bliebt die Doku über einen seit 30 Jahren in Gefangenschaft lebenden Killerwal der breiten Öffentlichkeit vorenthalten. Schulklassen können sich für Sonder-Screenings anmelden.
Für gewöhnlich ist eine Filmpremiere eine mit glamourösem Rahmenprogramm und prominent besetzter Gästeliste aufgepeppte Uraufführung, der naturgemäße viele weitere Vorstellungen folgen. Prominenz und Glamour gab es auch bei der Premiere von "Blackfish" vergangenen Mittwoch im Cine Center. Weitere Vorstellungen des Films wird es hingegen nicht geben. Aus finanziellen Gründen bliebt die Doku über einen seit 30 Jahren in Gefangenschaft lebenden Killerwal der breiten Öffentlichkeit vorenthalten. Schulklassen können sich für Sonder-Screenings anmelden.

Ein Sektempfang im Platzen gefülltes Kino-Foyer, die kollektive Erwartungshaltung ist gespannt, die Vorfreude spürbar - Beste Voraussetzungen für eine gelungen Premiere. Freude ist jedoch nicht die Reaktion, die "Blackfish" hervorrufen möchte. Soviel wird bereits bei den einleitenden Worten durch Comedian klar.

Er sei als "lustiger Kampl" bekannt, an diesem Abend aber nicht in dieser Funktion anwesend, begann Rudle die Einführung. "Blackfish" sei nicht übliches Kino-Entertainment für den Feierabend, sondern vielmehr ein Denkanstoß.

Angebot für Schulklassen

"Blackfish" stimmt in der Tat nachdenklich. Viele Menschen wird die Botschaft des Films in Wien jedoch nicht erreichen. Dokumentationen locken kein großes Publikum ins Kino, daher wird "Blackfish" nicht ausgestrahlt. Es ist der Initiative der Agentur "Shifting Values" zu verdanken, dass der Film zumindest einmal gezeigt wurde.

Wie Nicolas Entrup, seines Zeichens Gründer und Leiter von "Shifting Values", im Anschluss an die Premiere verlautbarte, besteht jedoch die Möglichkeit, Sondervorstellungen für Schulklassen zu geben - und zwar vom 17. bis zum 20. Juni im Cine Center im ersten Bezirk. Detaillierte .

SeaWorlds tödlicher Killerwal

Gabriela Cowperthwaites Dokumentarfilm "Blackfish" behandelt drei Themenschwerpunkte: Die grausame Haltung von Orcas (auch Killerwale und in Nordamerika Blackfish genannt) in Wasserthemenparks, die Gefahr, die dadurch von den Tieren ausgeht, und das Einzelschicksal des Orcas Tilikum, der bereits mehrere Menschen auf dem Gewissen hat.

"Blackfish" zeigt Orcas als intelligente, hochsoziale Lebewesen, die in Gefangenschaft Psychosen und aggressive Verhaltensmuster entwickeln. Tilikum wurde vor 30 Jahren als Jungtier gefangen genommen und fristet seither sein Dasein in engen Wassertanks. Wiederholt brachte er Trainer um, die mit ihm Tricks einstudierten und vorführten.

"Blackfish" zeigt die unwürdigen Verhältnisse, in denen Orcas in Wasserparks wie SeaWorld vor sich hin vegetieren und beleuchtet die unzureichende Ausbildung ihrer Angestellten. Mehrere ehemalige Trainer kommen im Film zu Wort. Sie sprechen unter anderem darüber, dass SeaWorld die Schuld an den Tötungen stets bei den Trainern suchte, um den werbewirksamen Mythos der glücklich in Gefangenschaft lebenden Killerwale nicht zu gefährden.
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