"Brexit"-Verhandlungen nicht so, wie England will

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EU-Ratspräsident Donald Tusk hat am Freitag die Leitlinien für die "Brexit"-Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien bekanntgegeben. Es wird nicht so laufen, wie die Briten sich das vorstellen. Platzen jetzt die Verhandlungen?
EU-Ratspräsident Donald Tusk hat am Freitag die Leitlinien für die "Brexit"-Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien bekanntgegeben. Es wird nicht so laufen, wie die Briten sich das vorstellen. Platzen jetzt die Verhandlungen?

Die EU bereitet sich auf ein mögliches Scheitern der Brexit-Verhandlungen vor: Ratspräsident Tusk hat am Freitag bekanntgegeben, wie sich die EU die Austrittsverhandlungen mit Großbritannien vorstellt. Und das geht gegen die Wünsche von Briten-Premierministerin Theresa May. Es soll in zwei Schritten verhandelt werden.

Zuerst soll die Trennung festgelegt werden, dann erst die weitere Zusammenarbeit zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union. Die Leitlinie für die zweijährigen Verhandlungen hat Tusk in einem neunseitigen Papier niedergeschrieben.

Premierministerin Theresa May wird das nicht freuen: Sie hat gefordert, dass Ausstieg und weitere Zusammenarbeit gemeinsam verhandelt werden.

Tusks "Phasenansatz" beginnt mit einer ersten Phase der "Entflechtung", damit "größtmögliche Klarheit und Rechtssicherheit für Bürger, Unternehmen, Betroffene und internationale Partner bei den unmittelbaren Auswirkungen des Austritts"  gewährleistet ist, wie Tusk sagt.

Neben der Frage, was mit den 3,2 Millionen EU-Bürgern geschieht, die derzeit in Großbritannien leben, steht auch die Abrechnung der milliardenschweren Verpflichtungen Großbritanniens während der EU-Mitgliedschaft ganz oben auf der Agenda.

  (red)
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