"Burn-out" wird Volkskrankheit

Alarmierende Daten legt nun die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse (OÖGKK) vor: Psychische Probleme führen immer häufiger zu Krankenständen, zeigt OÖGKK-Obmann Felix Hinterwirth auf. Er will nun mit einem Pickerl für die Seele bei der Gesundenuntersuchung dem Negativtrend gegensteuern.

Während die durchschnittliche Krankenstandsdauer normalerweise bei elf Tagen liegt, fallen bei Depression oder gar Burn-out die Mitarbeiter 33 Tage aus! Versteckte psychische Krankheiten wie Magen-Darm-Probleme oder Kopfschmerzen sind gar nicht eingerechnet, weiß Hinterwirth. Grund für die explodierenden Zahlen sind laut Experten die Wirtschaftskrise und der wachsende Druck im Job. Zu viel Arbeit, zu wenig Zeit, zu hohe Ansprüche sind die Hauptbelastungen, erklärt Arbeitspsychologin Judith Proksch-Gabriel.

Mit dem Netzwerk Betriebliche Gesundheitsförderung will die OÖGKK nun gegensteuern. Ein Seelencheck soll Teil der Gesundenuntersuchung werden, fordert Hinterwirth. Darüber hinaus sollen Betriebe verstärkt für die Burn-out-Problematik sensibilisiert werden.

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