"Cäciele, komm heim – Mama macht sich Sorgen"

Die Mutter der seit letztem Donnerstag vermissten Cäciele S. wusste vom Verhältnis ihrer minderjährigen Tochter mit deren verheiratetem Betreuer.

Noch immer sucht die deutsche Polizei europaweit nach der 14-jährigen Cäciele S. aus Mecklenburg-Vorpommern. Sie war am 15. Februar womöglich in Begleitung ihres 24-jährigen Betreuers aus einer Wohngruppe in Grevesmühlen verschwunden.

Wie die "Bild"-Zeitung am Mittwoch berichtete, wusste die Mutter der vermissten Cäciele seit drei Wochen vom Verhältnis ihrer minderjährigen Tochter mit dem Betreuer Alex Kessler. Aber weder sie noch ihr Lebenspartner hätten dies den Behörden gemeldet.

Ins Bett des Betreuers geschlichen

Der Zeitung sagte die Mutter, dass ihre Tochter von Kessler geschwärmt habe. "Sie hat sich ein Leben mit ihm vorgestellt, umgekehrt angeblich genauso." Cäciele habe sogar gesagt, dass sie ihn liebe.

Zudem habe ihre Tochter ihr gegenüber bestätigt, dass sie sich im Wohnheim immer wieder ins Bett ihres Betreuers geschlichen habe. Dies habe auch ein Junge in Cäcieles Wohngruppe beobachtet.

Gegenüber einer Freundin, die mehrere Monate in Cäcieles Wohngruppe gelebt hatte, habe sich die Vermisste dahingehend geäußerst, dass sie eines nachts im Zimmer ihres Betreuers erwischt worden sei. Das soll auch der Grund für die Flucht gewesen sein.

"Das war wohl ein Fehler"

Zwar sei die Mutter ob der Beziehung schockiert gewesen, habe es aber nicht für nötig gehalten, den Fall dem Jugendamt zu melden. "Weil wir dann Angst gehabt hätten, sie ganz zu verlieren. Das war wohl ein Fehler", wird sie in der "Bild" zitiert. Auch den verheirateten Betreuer habe sie nie zur Rede gestellt. "Wir kamen nicht dazu", so ihre Erklärung.

Sogar eine Schwangerschaft wurde thematisiert: So soll Cäciele ihre Mutter gefragt haben: "Was würdest du machen, wenn ich dich zur Oma machen würde?" Als Antwort bekam die Minderjährige zu hören, dass sie mit ihrem Betreuer zu einem Frauenarzt gehen und die "Pille danach" besorgen solle.

Eine erste Spur

Die europaweite Suche brachte bislang keinen Erfolg. Laut Polizei führt ein Hinweis nach Hamburg. Einer der beiden Vermissten habe vor kurzem versucht, in einer Bank Geld abzuheben. Das Konto sei aber gesperrt gewesen, der Bezugsversuch sei gemeldet worden.

Via "Bild" appelliert die Mutter an ihre Tochter sich zu melden: "Cäciele, komm bitte nach Hause, Mama macht sich Sorgen. Wir sind alle total am Ende. Du musst nach Hause kommen." Auch an den Betreuer richtet sie einen Appell: "Alex, bitte bringen Sie mein Kind zurück."

(red)

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