"Captain America: Civil War": Irrer Comic-Fight!

"Captain America: Civil War", der dritte Teil der "Captain America"-Franchise, ist im Gegensatz zum Vorgänger weniger realitätsnaher Thriller und mehr buntes Comicmovie geworden. Das steht dem Film überraschend gut.

"Captain America: Civil War" hält seine Versprechen: Der Film bietet geballte Superheldenaction, den Auftakt zum "Infinity War" der Avengers sowie den ersten Auftritt des neuen Spider-Mans. Der düsteren Ernsthaftigkeit des letzten "Captain America"-Teils darf nachgetrauert werden, der neue Cap hat dennoch Jubel verdient!

In Lagos halten Steve Rogers aka Captain America (), der gerade in einer Sinnkrise steckt, spricht sich hingegen dafür aus.

Die Lage spitzt sich zu, als in Wien (nein, in Österreich wurde nicht gedreht!) ein Bombenattentat stattfindet, für das Rogers' alter Freund Bucky Barnes (Sebastian Stan) verantwortlich gemacht wird. Neben dem Captain sind auch der mysteriöse Black Panther (Chadwick Boseman) und der mörderische Helmut Zemo (Daniel Brühl) hinter Bucky her. Sein Schicksal und die Zukunft der Avengers entzweit Rogers und Stark. Der "Civil War" unter den Superhelden beginnt.

Zurück zum Comicmovie

Die Stärke und Besonderheit des zweiten "Captain America"-Films () und Falcon (Anthony Mackie) sind immerhin keine nordischen Donnergötter oder grünhäutigen Muskelberge, sondern relativ gewöhnliche Special Ops Soldaten.

Dass Captain America nun wieder auf die klassische Comicmovie-Schiene wechselt, steht spätestens seit dem ersten Trailer des neuen Streifens fest. Geht eine Horde Superhelden in bunten Capes aufeinander los, bleibt kaum Platz für ein anderes Genre. Wie zu erwarten ist "Civil War" zudem ein Franchise-Mix aus Captain America, Iron Man und den Avengers. Die große Überraschung: Der in Teil zwei so authentische Captain darf zwar (circa) eine Hälfte des Films behalten, in der es mehr Uniformen als Capes, mehr Oldschool Action als CGI und neutrale Locations statt Fantasy-Settings gibt, wird vom neuen Comic-Captain in Hälfte zwei aber um Längen geschlagen.

Ein Grund dafür ist, dass die erste Hälfte des Films auch als Einleitung für mehrere andere Marvel-Adaptionen herhalten muss - allen voran dem ersten "Black Panther"-Film (Kinostart: 5. Juli 2018). Der neue Held ist zwar interessant und (mit Chadwick Boseman) gut besetzt, verlangsamt den Plot aber entscheidend. Ein anderer Grund liegt darin, dass die Superhelden-Kloppereien in "Civil War" einfach fantastisch aussehen und für großartige Unterhaltung sorgen. Da verzeiht man den Marvel Studios und ihrem Mutterkonzern Disney gerne, dass der dritte "Captain America" als Sprungbrett für Avengers und Co. verwendet wurde.

Spider-Man

Für viele Marvel-Fans ist "Civil War" aber nicht wegen der Avengers, sondern aufgrund eines anderen Superhelden interessant... Im prominent besetzten Superheldentumult des ersten Trailers war er bereits zu sehen, taucht Spidey als Scene-Stealer in einer einzigen, genialen Sequenz auf.

Das Beste am Spider-Man-Auftritt: Die Origin-Story des Superhelden wird innerhalb weniger Minuten erklärt! Was motiviert ihn, wo hat er sein maßgefertigtes Kostüm her, wie sehen seine Familienverhältnisse aus? "Captain America: Civil War" verrät's. Bleibt zu hoffen, dass sich der Solo-Film dann direkt ins Abenteuer stürzen wird.

"Captain America: Civil War" (offizieller deutscher Titel: "The First Avenger: Civil War") startet am 28. April 2016 in den österreichischen Kinos.

 

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