"Crystal Meth"-Labor: Auch Waffen gefunden

Ein Drogenlabor hob die Polizei jetzt in Moorbad Harbach aus. Ein Duo hatte dort kiloweise "Meth" hergestellt, entsorgte die Chemieabfälle im Klo, die Gemeinde wurde stutzig und forschte nach. Nun wurden auch Waffen, verbotene Munition und verbotene pyrotechnische Gegenstände gefunden.
 
Ein Drogenlabor hob die Polizei jetzt in Moorbad Harbach aus. Ein Duo hatte dort kiloweise "Meth" hergestellt, entsorgte die Chemieabfälle im Klo, die Gemeinde wurde stutzig und forschte nach. Nun wurden auch Waffen, verbotene Munition und verbotene pyrotechnische Gegenstände gefunden.

eingerichtet und dort die letzten Jahre die Todesdroge Crystal Meth in Massen hergestellt. Den Stoff verkauften oder konsumierten sie.

Verstopfter Kanal ließ Duo auffliegen

Aufgeflogen sind die Chemiker auf kuriose Weise: Sie schütteten die "Meth"-Rückstände ins WC, die Gemeinde wunderte sich über den verstopften Kanal und beauftragte daraufhin eine Firma, die mit Hilfe einer Kanalkamera und Messungen Ungeheuerliches aufdeckte: Die chemischen Rückstände konnten nur von einer umfangreichen Suchtgift- Produktion stammen.

Die Kripo musste nur noch von Haus zu Haus gehen und die Frührentner festnehmen. Klaus L. soll von Star-Anwalt Christian Lackner vertreten werden, die beiden Verdächtigen warten nun im Kremser Gefängnis auf ihren Prozess (es gilt die Unschuldsvermutung).

Drogenlabor voll ausgestattet

Am Freitag gab die Polizei schließlich weitere Details preis: Der 46-jährige Frühpensionist und der Arbeitslose (52), dürften nach bisherigem Ermittlungsstand in den vergangenen Jahren zumindest 42.000 Tabletten in Rumänien erworben und nach Österreich geschmuggelt haben. Damit seien die Beschuldigten an die Drogenausgangsstoffe für die Produktion von Crystal Meth herangekommen.

Laut Polizei sind das Duo sowie die Lebensgefährtin des 46-Jährigen teilgeständig. Alle drei Verdächtigen wurden angezeigt, die beiden Männer befinden sich in der Justizanstalt Krems in Untersuchungshaft. Im Zuge einer Hausdurchsuchung in Moorbad-Harbach stießen dann Beamte Anfang September auf rund 300 Gramm Methamphetamin, große Mengen an giftigen Chemikalien, Arbeitsmaschinen und eine umfangreiche Laboreinrichtung zur Herstellung des chemischen Stoffes.

Waffen, Munition, Pyrotechnik  

Zudem wurden vier nicht registrierte Gewehre, verbotene Munition und verbotene pyrotechnische Gegenstände sichergestellt, wie die Polizei am Freiag bekanntgab. Ebenfalls entdeckt wurde eine große Anzahl leerer Kanister eines Lösungsmittels zur Produktion der Droge sowie 15.000 Stück Tabletten, mit denen etwa 1.050 Gramm Crystal Meth erzeugt hätten werden können.
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