"Das finstere Tal": Jubel für Alpenwestern

Frenetischer Applaus für einen Alpen-Western aus Österreich: Andreas Prochaskas Das finstere Tal feierte Montagabend eine glanzvolle Galapremiere bei der Berlinale. Die ersten Kritiken für den Film, der am Freitag anläuft, sind euphorisch.
Frenetischer Applaus für einen Alpen-Western aus Österreich: Andreas Prochaskas feierte Montagabend eine glanzvolle Galapremiere bei der Berlinale. Die ersten Kritiken für den Film, der am Freitag anläuft, sind euphorisch.

Berlins schönstes Kino, der edel renovierte Zoo-Palast, war berstend voll, als der Wiener Regisseur Andreas Prochaska am Montag zur Weltpremiere von "Das finstere Tal" bat. Der Alpen-Western mit bat mehr als 50 Team-Mitglieder, von den Stars bis zu den Spezialisten hinter der Kamera, zum Applausbad auf die Bühne.

Hohes Lob der Kritiker

Schon an diesem Wochenende läuft "Das finstere Tal" in Österreich und Deutschland in den Kinos an. Die ersten Kritiken kündigen einen kommenden Hit an: "Brillant. Die Bildsprache des am Ende ziemlich brutalen Films reicht locker an amerikanische Vorbilder heran", lobte die "Münchner Abendzeitung". "Der Film sieht aus wie ein Western von ", jubelte die "Berliner Morgenpost", die das Tiroler Bergdrama vor Freude gleich eingemeindete: "Deutsche können Western!". Das US-Branchenblatt "Hollywood Reporter" befand geografisch korrekt: "Ein superbes Genre-Stück, das klassische Western-Elemente in ein abgelegenes österreichisches Bergdorf trägt. Boy, schaut der Film gut aus!"

Handlung

Der Plot von "Das finstere Tal": Tirol im 19. Jahrhundert. Ein geheimnisvoller Amerikaner namens Greider (Sam Riley; demnächst mit zu sehen) reitet in einem winzigen Bergdorf ein. Dort wird er von den sechs Söhnen des Brenner-Bauern, angeführt von Tobias Moretti, empfangen. Greider will den Winter über im Tal bleiben, um die Natur und die Menschen zu fotografieren. Doch bald stellt sich heraus, dass er ganz andere Pläne hat. Denn der junge Amerikaner und die Brenner-Brüder sind durch eine schreckliche Geschichte, die Jahrzehnte zurückliegt, miteinander verbunden…

Gala

Die Filmleute, ihre Freunde und viele Fans feierten die Berlinale-Gala bis in den frühen Dienstagmorgen bei der "Das finstere Tal"-Party im Berliner Club "The Pearl". Für den einzigen kleinen Misston des Abends hatte zuvor die aufdringliche Moderatorin der Premiere gesorgt. Sie wollte den Saal nicht ohne ein Autogramm "für meine Tante Inge" verlassen. Doch Moretti, schroff wie im Film, knurrte nur: "Wo habt’s denn die her, vom Frühstückfernsehen?" - und verschob die Autogrammstunde auf später.

Gunther Baumann, Berlin

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