"Der Börsencrash wurde bewusst provoziert"

Ein Whistleblower sagt, das Angstbarometer der Wall Street sei manipuliert worden. Er hat sich an die US-Börsenaufsicht gewandt.

Der Dow Jones erlebte kürzlich den schlechtesten Tag seit über sechs Jahren. Der US-Leitindex schloss den Tag mit einem Minus von 4,6 Prozent. Nun behauptet ein Whistleblower, die Ursache seien Manipulationen am sogenannten Angstbarometer gewesen, wie das "Handelsblatt" berichtet.

Der Volatilitätsindex (Vix), der die Kursschwankungen an der Wall Street beschreibt, sei mittels Algorithmen manipuliert worden, sagt der anonyme Whistleblower. Er wird von den US-Anwälten Jason Zuckerman und Matthew Stock vertreten.

Kleinanleger und institutionelle Investoren seien um Milliardenbeträge geprellt worden

Zuckermann wendete sich in einem Schreiben an die US-Börsenaufsicht SEC und die Derivateaufsicht CFTC, wie das "Handelsblatt" weiter schreibt. Kleinanleger und institutionelle Investoren seien um Milliardenbeträge geprellt worden, schreibt Zuckermann. Der Whistleblower fordere die Aufsichtsbehörden dazu auf, den Fall zu untersuchen.

Der Vix-Index wird von der Chicagoer Börse (CBOE) berechnet. Laut dem "Handelsblatt" hat sie die Vorwürfe zurückgewiesen. Der Brief sei ungenau, sachlich falsch und voller Missverständnisse. Laut Reuters hat die CBOE aber trotzdem eine Untersuchung des Vix auf Manipulation angeordnet.

(red)

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