"Der Chef" tritt ab: Eine Polizeilegende auf letzter...

Ein Leitwolf sagt Baba: Chefinspektor Josef Gaschl kehrt nach fast 40 Jahren Neubau den Rücken und geht in Pension. "Heute" war bei seiner "letzten Runde" dabei und erzählt seine Geschichte.

Ein Leitwolf sagt Baba: Chefinspektor Josef Gaschl kehrt nach fast 40 Jahren Neubau den Rücken und geht in Pension. "Heute" war bei seiner "letzten Runde" dabei und erzählt seine Geschichte.
Mit 31. März ist Schluss. Dann wird sich der langjährige Kommandant der Polizeiinspektion Stiftgasse, Josef Gaschl, mit 61 Jahren in die Pension verabschieden. Bei einem letzten Rundgang auf der Mariahilfer Straße sieht man, wie sehr ihm "sein Rayon" ans Herz gewachsen ist. Die Leute gehen direkt auf den Chefinspektor zu, sprechen ihn persönlich an – man kennt sich halt.

Selbst mit manchen Tätern war der "Chef" per du: "Ich habe damals alle Hütchenspieler gekannt." Der Rückblick auf Gaschls Laufbahn kann sich sehen lassen: Er erhielt unzählige Auszeichnungen, zum Beispiel über 220 polizeiinterne Belobigungen, das Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich und den Sicherheitsverdienstpreis für Wien.

Einer seiner prägendsten Fälle? "Ein tödlicher Unfall am Gürtel. Mir wurden dann die Leichen von der Feuerwehr aufgelegt, von denen man die Identität klären musste", erzählt er. Wirklich vom Gas gehen will er in der Pension auch nicht: "Ich werde einen Sanitätskurs machen, im freiwilligen Dienst arbeiten. 2018 ist eine Motorradtour durch Amerika geplant. Und ich will Zeit mit meinen Enkeln verbringen", so der Familienvater. Eines ist für Gaschl klar: "Ich werde die Leute hier vermissen." Und die Leute ihn.

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