"Die zweite Chance sollte die Welt nicht vertun"

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt davor, die strikten Maßnahmen zur Eindämmung des gefährlichen neuen Coronavirus zu früh wieder aufzuheben.
"Das letzte, was Länder nun brauchen, ist, dass Schulen und Unternehmen öffnen, nur um dann wegen eines Wiederauflebens (des Virus) erneut zur Schließung gezwungen zu werden", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf.

Der weitgehende Stillstand von Wirtschaft und Gesellschaft gebe Ländern ein Zeitfenster, sich besser auf die Bewältigung der Krise vorzubereiten, sagte Tedros. Er appellierte an alle Länder, die Zeit zu nutzen, um ihre Gesundheitskapazitäten auszubauen, mehr Tests zu produzieren, zusätzliche Einrichtungen für die Behandlung von Infizierten herzurichten und klare Regeln für die Quarantäne jener Menschen zu entwickeln, die sich vielleicht infiziert haben.

Erste Chance vertan

"Rigorose Maßnahmen, um Infizierte und Verdachtsfälle zu finden, zu isolieren, zu behandeln und zu überwachen sind der beste und schnellste Weg, um diese extremen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Beschränkungen aufzuheben", sagte Tedros.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die erste Gelegenheit sei vertan worden, kritisiert der Generalsekretär der Weltgesundheitsorganisation. "Wir haben eine zweite Gelegenheit. Wir sollten diese Gelegenheit, das Virus zu unterdrücken und zu kontrollieren, nicht vertun."

USA hat die meisten Fälle

Die USA haben Italien als globaler Coronavirus-Hotspot abgelöst. Dies geht aus Daten der Johns Hopkins University hervor, die am Mittwochnachmittag veröffentlicht wurden. Demnach gibt es derzeit 54.405 aktive Coronavirus-Fälle in den USA und in Italien 54.030 Fälle.

In Italien sind inzwischen 7.503 Menschen am Coronavirus gestorben. Binnen 24 Stunden seien weitere 683 Patienten der Lungenkrankheit Covid-19 erlegen, teilt die Zivilschutzbehörde am Mittwoch mit.





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