"Emotionales Gehalt" wiegt schwerer als Geld

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Anerkennung ist der mit Abstand wichtigste Faktor für das Engagement von Mitarbeitern. Anerkennung wirkt sich wesentlich auf den wirtschaftlichen Erfolg aus. Doch Engagement lässt sich nicht (nur) mit Geld kaufen.

Für Gehalt und Bonifikationen erhalten Arbeitgeber von ihren Mitarbeitern zwar Arbeitszeit und Zielerreichung, doch selten Einsatzfreude und Herzblut. Mitarbeiter aber, deren Stärken regelmäßig anerkannt werden, sind engagierter und produktiver. Sie fühlen sich im Unternehmen wohl und bleiben längerfristig an ihrem Arbeitsplatz. Anerkennung trägt somit zu einem positiven Betriebsklima bei, verringert Krankenstände und reduziert ungewollte Fluktuation im Unternehmen.

Gehalt ist wesentlicher Faktor - aber nicht alles

Das Gehalt ist ebenfalls ein wesentlicher Faktor für einen attraktiven Arbeitsplatz. Doch gerade bei höherqualifizierten Mitarbeitern und Führungskräften sind Wertschätzung der eigenen Person und Arbeit deutlich wichtiger. Die amerikanische Gesellschaft für Human Ressource Management hat in einer aktuellen Studie Anerkennung als den mit Abstand wichtigsten Faktor für das Engagement der Mitarbeiter identifiziert – doppelt so einflussreich wie Gehalt und Bonifikationen.

"Emotionales Gehalt" entscheidend für Betriebsklima

Dieses "emotionale Gehalt" ist Fundament einer funktionierenden, positiven Unternehmenskultur. Wohl auch deswegen, weil Erhalt und Höhe des emotionalen Gehalts nicht vom Goodwill des Unternehmens abhängig ist. Das Unternehmen muss lediglich die Rahmenbedingungen schaffen. Es sind die Mitarbeiter selbst, die sich gegenseitig emotionales Gehalt in Form von Anerkennung "auszahlen".

Lob ist nicht Anerkennung

Wenn alle danach lechzen, warum erkennen und vor allem anerkennen wir die Stärken anderer nicht? "Die Schwierigkeit liegt darin, dass wir nicht gewohnt sind, konkrete Stärken bei anderen Menschen zu erkennen und diese auch anzusprechen. Statt Menschen aufzubauen, sind wir Weltmeister im Kritisieren", weiß Patrick Killmeyer, Gründer und Ideengeber von "Kraftwerk Anerkennung".

Die bietet Unternehmen die Chance, ihre Unternehmenskultur zu verbessern und Stärken der Mitarbeiter zu fördern. Schließlich wollen Menschen im Beruf nicht als Nummer gesehen werden, sondern als Personen mit individuellen Bedürfnissen. Das stellt Unternehmen und Projektteams vor immer neue Herausforderungen.

"Ehrliche Anerkennung ausdrücken"

"Man darf aber nicht den Fehler machen, Anerkennung mit Lob zu verwechseln", sagt Killmeyer. Lob ist eine Leistungsbeurteilung, sie wirkt von oben herab. Anerkennung hebt die Stärken hervor. Die Energie aus einzelnen Seminaren verpufft oft nach kurzer Zeit. "Kraftwerk Anerkennung" motiviert zum laufenden Gebrauch, noch dazu über Hierarchieebenen hinweg.

Vom "emotionalen Gehalt" – das noch dazu zeitnah in Form von Anerkennung "ausbezahlt" wird, profitieren Unternehmen in mehrerer Hinsicht: Anerkennung führt zu mehr Loyalität, Zufriedenheit, Vertrauen und letztendlich zu mehr Erfolg. Killmeyer ist vom Nutzen überzeugt: "Unsere Mission ist es, einzelne Menschen, Gruppen, Organisationen und letztendlich die gesamte Gesellschaft dafür zu gewinnen, mehr qualitätsvolle, ehrliche Anerkennung auszudrücken."

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