"Felix The Reaper": Totentanz als Rätselspaß

Das indie-Game "Felix The Reaper" lässt Spieler als pummeligen, tanzenden Sensenmann Felix Positionsrätsel lösen und Menschen ins Jenseits befördern.
Felix ist ein Vollzeit-Sensenmann im Todesministerium. Als solcher muss der pummelige Todbringer (tanzend und mit Walkman) Menschen ins Jenseits befördern. Und zwar indem er durch geschickte Positionierung von Gegenständen absurde Unfälle inszeniert an deren Ende jemand den Geist aufgibt.

Eingebettet sind die insgesamt 5 Episoden mit je 5 Level (plus einem Bonuslevel) in die unerfüllte Liebesgeschichte von Felix. Diese ist nämlich in Betty, einer Mitarbeiterin des Lebensministeriums, verliebt. Als Erzähler und Felix' Boss fungiert Schauspieler Patrick Stewart alias Star-Trek-Captain Jean-Luc Picard.



CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Hauptsächlich ist man beim Spiel damit beschäftigt, für Felix Wege durch die gerasterte Spielwelt zu finden – sei es durch Beiseite-Räumen von Gegenständen oder gezieltem Platzieren von Gegenständen für Schattenwürfe.

Felix kann nämlich nicht durchs Sonnenlicht schreiten. Grundsätzlich hat jeder Level zwei Einstrahlrichtungen für das Sonnenlicht, zwischen denen hin und her geschaltet werden kann. So muss man Felix durch die verschiedenen Schatten des Levels manövrieren.

Herausforderndes Rätselraten

Die Präsentation von "Felix The Reaper" hat sehr viel Charme und man merkt, dass wirklich sehr viel Liebe in Felix und seine Welt gesteckt wurde. Die grundlegende Spielidee ist auch sehr gut umgesetzt. Die Lernkurve steigt ebenso wie die Schwierigkeitskurve anfangs rasch an und fordert den Spieler bis zum Schluss.

Letztlich geht es beim Spiel hauptsächlich darum, durch den Level zu manövrieren – sozusagen ein Schatten-Schach-Simulator. Das kann trotz Variationen in den Leveln zwischendurch ein wenig fad werden. Auch ist gerade am Anfang oft nicht gleich ersichtlich, mit welchen Gegenständen Felix interagieren kann. Das kann schon einmal zu Rätselfrust führen.

Etwas zuwenig Abwechslung

Die Episoden sind außerdem zuwenig unterschiedlich. Alle 5 Episoden teilen sich im Grunde auf zwei Szenarien auf: Mittelalter und eine 80er-Jahre-Moderne. Die Mechaniken scheinen in den Mittelalter-Episoden zumindest uns beim Test subjektiv etwas cleverer und abwechslungsreicher.

Zuletzt kommt auch die Rahmenhandlung um Felix' unerfüllte Liebe zur Lebensbotin Betty im Spiel im Grunde kaum vor. Das ist leider sehr schade, da die Figuren sehr liebenswert sind. Aber das Ende deutet zumindest eine geplante Coop-Mehrspieler-Variante an, in der Felix und Betty zusammen agieren müssen. Das klingt sehr vielversprechend.

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