"Findet Dorie": Herzige Fische im Sequel-Netz

2003 half Dorie, den kleinen Nemo zu finden, jetzt bekommt die vergessliche Paletten-Doktorfisch-Dame ihren eigenen Film. "Findet Dorie" ist zugleich Sequel und Spin-off von "Findet Nemo" - ein kurzweiliges, sympathisches Animationsabenteuer, das mit dem Original aber nicht ganz mithalten kann.

2003 half Dorie, den kleinen Nemo zu finden, jetzt bekommt die vergessliche Paletten-Doktorfisch-Dame ihren eigenen Film. "Findet Dorie" ist zugleich Sequel und Spin-off von "Findet Nemo" - ein kurzweiliges, sympathisches Animationsabenteuer, das mit dem Original aber nicht ganz mithalten kann.

Ein Jahr nachdem sie Clownfisch Marlin bei der Rettung seines Sohnes Nemo geholfen hat, ploppt eine schmerzhafte Erinnerung in Dories löchrigem Gedächtnis auf: Als Kind wurde sie vor der Küste Kaliforniens von ihren Eltern getrennt. Sofort macht sie sich auf die Suche nach ihrer Familie und landet schnurstracks in einem maritimen Zoo. Gut, dass sie ihre Eltern genau dort vermutet; noch besser, dass Walmädel Destiny und Oktopus Hank Dorie ihre Hilfe zusichern. Währenddessen versuchen Marlin und Nemo, ihre alte Freundin zurück in den Ozean zu bringen.

Neue Nebenfigur im Rampenlicht

Die Idee, Dorie zum Star ihres eigenen Films zu machen, ist im Grunde eine gute. Das Erfolgsrezept des Originals kann beibehalten, gleichzeitig aber genügend Raum für Neues geschaffen werden. In der Praxis, sprich im Kinosessel, stellt sich allerdings schnell heraus, dass Dorie eindeutig besser als Nebenfigur funktioniert. Sympathisch und witzig ist die quirlige Fischdame immer noch, zum Mitfiebern eignet sich ihre Story aber weniger.

Wie Dorie einst in "Findet Nemo" landet auch hier wieder eine Nebenfigur im Rampenlicht: Oktopus Hank, mit einem eingebüßten Tentakel eigentlich ein Septopus, ist nicht zu Unrecht in voller Größe auf dem Plakat des Films zu finden. Dories grummelndem Begleiter gehören die besten Momente des Pixar-Streifens, in einem möglichen dritten Teil würde er wohl die Hauptrolle bekommen.

Fazit

Auch wenn das Sequel/Spin-off nicht an Dories ersten Sea Trip heranreicht, es macht doch richtig Spaß. Einige Szenen fallen überraschend heftig aus - wir bekommen tote Fische zu sehen (auch schon im Trailer), und die Kinderbecken-Passage kratzt am Horror-Genre - , gehört nicht dazu und ist leider etwas kurz geraten. Am hohen Unterhaltungsfaktor des Films ändert das aber nichts.

In der englischsprachigen Version wird Dorie übrigens von Ellen DeGeneres gesprochen, in der deutschen Synchronisation leiht Anke Engelke der Paletten-Doktorfisch-Dame ihre Stimme. Die österreichische Aktrice Nina Proll spricht die Muschel Pearline.

"Findet Dorie startet am 29. September in den österreichischen Kinos.

 

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