"First Responder" in Wiener Bädern: 21 Vorfälle

Bild: Schaler
Seit dieser Badesaison setzt die Stadt auf speziell geschulte Bademeister, die sexuelle Übergriffe verhindern sollen. Nun wird Bilanz gezogen: Seit Mai gab es 21 schwere Vorfälle.
 
Nach dem grauenhaften Vorfall im Theresienbad, bei dem ein Asylwerber einen Bub (10) vergewaltigt hatte, bildete die Stadt 40 Bademeister zu sogenannten "First Responder" aus. Ihre Aufgabe: Büsche, Liegewiesen, dunkle Ecken und Kabinen sowie Klos kontrollieren.

"Die ‚First Responder‘ haben 21 gravierende oder meldepflichtige Vorfälle verhindert oder sind eingeschritten“, sagt Martin Kotinsky von den Wiener Bädern zu "Radio Wien". „Von uns aus kann man es durchaus als Erfolg betrachten. Zu Beginn der Saison, noch im Mai, waren die meisten Vorfälle, da waren es neun. Dann ist es Monat für Monat schrittweise zurückgegangen und jetzt im August waren es nur mehr zwei Vorfälle“.

Deswegen mussten die Bademeister einschreiten: In 13 Fällen handelte es sich laut MA 44 um Drohung, Nötigung oder Körperverletzung. Einmal trug ein Gast sogar eine Waffe mit sich. Bei drei Vorfällen hätten Badegäste onaniert, bei vier weiteren Fällen wurden die Opfer sexuell belästigt – darunter befand sich auch ein Kind.
 
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