Seit Mittwoch streiken Aktivisten von Fridays For Future beim "168h-FutureCamp" vor dem Bundeskanzleramt im Schichtbetrieb. Anlass ist das 38 Milliarden Euro schwere Hilfspaket der Regierung, für dessen Verwendung ein "Klima-Corona-Deal" gefordert wird. Weder Bundeskanzler noch Finanzminister hätten sich zum Protest geäußert, erfuhr man am Freitag bei einer Pressekonferenz nach zwei Tagen.
Partystimmung am Ballhausplatz
Am Freitagabend tanzten die jungen Aktivisten zu lauter Musik. Viele Passanten blieben stehen, einige tanzten mit. "Ihr könnt gerne mitmachen, aber mit Maske und Mindestabstand", sagte eine der jungen Aktivisten. Eine Frau fuhr vorbei und sagte, "Ihr macht das super!"
"Wir sind seit Mittwoch, fünf vor zwölf hier. Es geht darum, dass die Hilfspakete, die jetzt geschnürt werden, an ökosoziale Bedingungen geknüpft werden. Es geht um die Zukunft meiner Kinder", so eine der Initiatorinnen, Lena Schilling.
Hygiene und Abstand: Babyelefanten nicht vergessen
Der aktuellen Situation rund um das Coronavirus ist man sich bewusst, es gelten strenge Hygienebestimmungen für die Streikenden. Immer wieder wurde auf den Mindestabstand hingewiesen. Die Jugendlichen tanzten zu lauter Musik. Von "Sweet Dreams", "Time is runnung out" bis hin zu "Ein Hoch auf uns".
Täglich sollen etwa zwischen 30 bis 50 junge Leute vor Ort sein.
Zwei Hauptverantwortliche müssen dort übernachten, aber jeder, der will könne das auch machen. Natürlich immer nur eine Person pro Zelt", so Lena Schilling zu "Heute".