"Österreich zählt zu den sichersten Ländern der Welt", mit dieser guten Nachricht eröffnete Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) die Pressekonferenz zur Kriminalstatistik. Österreich liegt laut dem "Global Peace Index" auf Platz vier der sichersten Länder der Welt.
Nichtsdestotrotz steigt die Kriminalität hierzulande aber immer weiter an, wie General Franz Lang dann ausführte. Vor allem im Bereich Cyber-Crime ist eine deutliche Steigerung zu erkennen.
Aber auch die Zahl der Gewalt-Delikte hat im Jahr 2019 um 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Dabei wird deutlich, dass sich 60 Prozent der Personen bei Gewalttaten persönlich sogar kennen.
Lang betonte auch die Entwicklung der Tatmittel bei Gewaltdelikten: "Früher wurde geprügelt, heute wird gestochen", so der General. Stichwaffen wie Messer liegen weit vorne. Er ergänzte zudem, dass knapp 60 Prozent aller Mordopfer Frauen sind. "Hier fahren wir große Präventionsprogramme", versicherte Lang.
Jahr 2020 wird das Jahr der Cyber-Kriminalität
Bei Wohnraumeinbrüchen ist zu erkennen, dass diese stark sinken. Der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit dazu: "Für das Sicherheitsgefühl ist das eine sehr wichtige Zahl". Auch bei Kfz-Diebstählen gehen die Zahlen nach unten. Man stelle in Europa aber sehr viel sicher, was in Österreich gestohlen wird.
Nehammer geht davon aus, dass das Jahr 2020 das Jahr der Cyber-Kriminalität wird. Konkret sagte er: "2020 wird ein Ausnahmejahr werden. Internetkriminalität ist sehr ernst zu nehmen." Als Präventionsmaßnahme wurde ein Cyber-Crime-Kompetenzcenter im Bundeskriminalamt eingerichtet.
Die Kriminalstatistik 2019: So präsentierte sie Innenminister Nehammer >>