"Gastronomie hat mich immer schon interessiert"

Monika Wlaschek, Enkelin von Karl Wlaschek, ist ungern in der Öffentlichkeit. Anlässlich der Eröffnung der "Spelunke" gab sie "Heute" ein Interview.

Das grelle Licht der "High Society" scheut sie. Was aber nicht heissen soll, dass Monika Wlaschek kein geselliger Mensch ist. Ganz im Gegenteil: "Meine Mutter hat mich als Kind überall hin mitgenommen, ich bin praktisch im Schwarzen Kameel, beim Heurigen und in der Reiss Bar aufgewachsen. Gastronomie hat mich immer interessiert, das war in unserer Familie schon immer so, aber es wurde nie richtig umgesetzt. Ich habe Betriebswirtschaft studiert, mich aber nie über ein eigenes Lokal gewagt. Dann habe ich den Werner kennen gelernt und wir bündelten das gastronomische und wirtschaftliche Wissen."

Ein fruchtbares Konzept, betreiben die 33-Jährige und ihr Lebensgefährte Werner Helnwein, gelernter Koch und Kellner, doch seit fünf Jahren überaus erfolgreich das "Klee am Hanslteich".

Liebe geht durch den Magen

Doch wo hat Amors Pfeil die beiden zusammen geführt?

Werner Helnwein: "Im Platzhirsch, wo ich damals Betriebsleiter war."

Moni: "Und ich war der nervigste Gast."

Werner: "Du und ein Barkeeper vom Hotel Le Meridien. Da dachte ich mir, ich tu die beiden 'Patienten' zusammen, die sollen sich unterhalten, die verstehen sich sicher. Ich habe keine Zeit." Moni: "Zusammengekommen bin ich dann mit dem Werner und der Barkeeper wurde mein bester Freund. Wir haben uns im Lokal kennen gelernt und das machen wir jetzt auch beruflich."

Die "Spelunke", die offiziell am 20. Oktober in der Taborstraße 1-3 nahe des Donaukanals ihre Pforten öffnet, ist ein Platz zum Abtauchen. Es wird kein "Sie" geben, denn Werner ist kein großer Freund der Etikette. Die Speisekarte kommt mit frittierten Fischlein und Steckerlfisch (eine Rarität in Wien) daher. Auf den Teller werden sie von Küchenchef Alexander Pochlatko gezaubert. Das Interieur soll an eine Hafen-Kneipe erinnern, durch die Graffiti-Elemente (von Akira Sakurai) will man den Donaukanal ins Lokal holen. Das Personal trägt aber keine Matrosen-Mützen, sondern, eigens bei Nike in Auftrag gegebene bunte Sneakers, die Jeans werden auch mit Farbe besprüht."

Auf ein großes Society-Opening will Moni Wlaschek aber verzichten. Die Top-Gastronomen agieren mehr im Hintergrund und überlassen das Guest-Management ihren Geschäftsführern.

Wlaschek: "Ich bin nicht gerne auf Events. Das war in unserer Familie immer so. Der Opa ist zwar gerne weggegangen, aber der Opa hat die High Society eher gemieden. Er hat immer g'sagt, was soll ich mit den Leuten reden, ich kenn ja die Leute dort gar net. Ich kenne auch viele Leute, muss aber nicht an vorderster Front stehen."

Die Spelunke

Taborstraße 1-3

1020 Wie

Öffnungszeiten: 11 Uhr bis 2 Uhr, ab 20. November kann man die Spelunke schon ab 8 Uhr entern!

(man)

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