Mittwoch kurz vor 16 Uhr. Im Sportpark Pichling warten Erwachsene und Eltern mit Kindern auf ihre Tennis-Trainingsstunden. Plötzlich herrscht Verwirrung. "Bis 16 Uhr wird noch gespielt, dann ist Schluss, wurde uns gesagt", so ein Spieler. Nachsatz: "Warum, wissen wir auch nicht".
Knapp eineinhalb Stunden später, um 17.22 Uhr, kommt dann eine offizielle Information der Stadt. Von der Tragwerkskonstruktion des Flachdaches gehe erhöhte Sicherheitsgefahr aus. "Wegen Gefahr in Verzug" habe man deshalb die sofortige Sperre des Sportpark Pichling angeordnet, so Vizebürgermeister Karin Hörzing (SP).
Bei einer routinemäßigen Untersuchung wurden die Mängel an der Decke festgestellt. Die Ursache für die Schäden an der Flachdachkonstruktion im Linzer Sportpark sind noch unklar. Schuld sein könnte aber Wasserdampf aus der Raumluft, der die Holzkonstruktion angegriffen haben könnte.
„Das Heimtückische daran ist, dass dieser Vorgang unbemerkt erfolgt, da Holz und Mineralwolle in hohem Maße Wasser aufnehmen können und es daher zu keinem Abtropfen von der Decke kommt. Die Wassersättigung erhöht sich kontinuierlich bis eine zerstörende Wirkung auf die Materialien einsetzt", so Hörzing.
Interessant ist folgende Aussage in der Aussendung: "Erste Recherchen haben ergeben, dass in der jüngeren Vergangenheit schon einige Hallendachkonstruktionen gleicher Bauweise ein ähnliches Schadensbild aufwiesen und in weiterer Folge saniert werden mussten."
Blöd, wurde der moderne Sportkomplex erst vor zehn Jahren um sieben Millionen neu gebaut..
(cru)