"Gefälschtes" Zeugnis: Elite-Schule feuerte Direktor

Bild: Irene Schanda

Helle Aufregung an einem der renommiertesten Wiener Privatgymnasien: Der erst kürzlich ernannte Direktor musste gehen. Er soll getrickst haben, um einem Schüler zur Matura zu verhelfen.

Am 25. April fielen Eltern und Schüler aus allen Wolken: Die Leitung der AHS "St. Ursula" in Wien-Mauer (Liesing) informierte in einem knappen Schreiben über den Abgang des Direktors. Seither brodelte die Gerüchteküche – "Heute" erfuhr die Hintergründe.

Der Auslöser der Affäre liegt lange zurück: Vor zwei Jahren wurde vergessen, einen Schüler offiziell für das Wahlpflichtfach Informatik anzumelden. Nun wollte der exzellente IT-Spezialist in seinem Lieblingsfach zur Matura antreten. Es fehlte im Zeugnis der 6. Klasse jedoch die Eintragung für das Wahlfach. Damit der Ausnahmeschüler dennoch die Reifeprüfung machen kann, wollte ihm der Direktor helfen und stellte ein Duplikatszeugnis für das fehlende Jahr aus.

Das erfuhren andere Schüler der 8. Klasse und ihre Eltern meldeten die "Fälschung". Die Schulleitung reagierte gnadenlos und trennte sich vom Pädagogen, der nun in einem anderen Bezirk arbeitet. Ein Freund des Direktors: "Das Ganze setzt ihm sehr zu."

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