"Geheim-Treffen" zu Ebelsberg sorgt für Ärger

Der Umbau der Kaserne Ebelsberg zu einem Wohngebiet sorgt für Diskussionen.
Der Umbau der Kaserne Ebelsberg zu einem Wohngebiet sorgt für Diskussionen.Bild: Stadt Linz
Die Umgestaltung der ehemaligen Kaserne Ebelsberg zu einem Wohngebiet sorgt für Ärger. Der Grund: ein Alleingang von FPÖ-Stadtrat Markus Hein.

Es soll eigentlich ein Vorzeige-Projekt werden: "Um möglichst viel Know-how, Erfahrung, Wissen und Ideen in dem Projekt zu verdichten", wurde das erste "kooperative Verfahren" Oberösterreichs ausgelobt, wie Infrastruktur-Stadtrat Markus Hein (FPÖ) im Jänner ankündigte. Oder einfacher gesagt: Bewohner, Politiker und vor allem Experten sollen gut gemeinsam zusammenarbeiten.

Doch davon scheint sechs Monate später wenig übrig geblieben zu sein. Denn Hein präsentierte am Mittwoch-Abend gemeinsam mit Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) und den Eigentümer-Vertretern das Projekt. Ohne allerdings zuvor die politischen Mitbewerber zu informieren.



"Kein guter Stil"

"Das geht gar nicht, das ist kein guter Stil. Es wurde im Gemeinderat beschlossen, dass es laufend Informationen gibt, aber seit April ist nichts passiert", ärger sich die Klubobfrau der Grünen, Ursula Roschger.

Ähnlich sieht es ÖVP-Klubchef Martin Hajart: "Die Mitglieder des Infrastrukturausschusses wurde nicht informiert. Das ist sehr eigentümlich."

Hein selber sieht die Sache gelassen. "Wir haben uns bewusst entschieden, niemanden zu informieren. Wir wollten uns im Vorfeld dieses tolle Projekt nicht durch politischen Hick-Hack schlechtreden lassen", sagt er.



(gs)

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