"Great Place to Work": Chefin im Interview

Bild: Christian Dusek

Was Unternehmen anders machen, die von ihren Mitarbeitern als "Beste Arbeitgeber Österreichs" ausgezeichnet werden, sagt "Great Place to Work"-Geschäftsführerin Doris Palz im Interview.

Was Unternehmen anders machen, die von ihren Mitarbeitern als "Beste Arbeitgeber Österreichs" ausgezeichnet werden, sagt "Great Place to Work"-Geschäftsführerin Doris Palz im Interview.

"Heute": Was macht eine Firma zum "Besten Arbeitgeber"?

Doris Palz: Wenn Sie eine herausragende Arbeitsplatzkultur pflegen, die auf dem Grundwert des Vertrauens aufbaut. Hier fühlt man sich wohl und kann gemeinsam auch ambitionierte Ziele erreichen. Glaubwürdigkeit, Respekt, Stolz, Teamgeist und Fairness müssen gelebte Praxis sein!

"Heute": Wie binden Unternehmen Mitarbeiter langfristig?

Doris Palz: Gemeinsame Werte sind die Basis, vor allem Anerkennung. Es geht darum, jedem Mitarbeiter mit Respekt und Wertschätzung zu begegnen, eine ehrliche, glaubwürdige Feedback-Kultur zu pflegen, den Teamgeist zu stärken und den Stolz auf gemeinsam erzielte Leistungen zu fördern. Natürlich geht es auch um die Entlohnung - aber wirkliche Bindung ans Unternehmen schafft Geld allein nicht mehr!

"Heute": Welches sind die wichtigsten Maßnahmen für Unternehmen, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu heben?

Doris Palz: Die Förderung der Beziehungen zwischen Kollegen, ein positives Arbeitsklima und Teamgeist sind von zentraler Bedeutung. Wichtig ist auch, dass Mitarbeiter erkennen, dass ihr Arbeitgeber auf ihr Wohlergehen schaut. Zum Beispiel mit gesundem Kantinenessen, mit Angeboten zur Erleichterung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder durch flexible Arbeitszeiten - das steigert die Motivation und Loyalität zum Unternehmen. Und essenziell ist es als Mitarbeiter auch zu wissen, welchen Beitrag man leistet, um die Unternehmensziele zu erreichen, und dass alle an einem Strang ziehen.

Zur Person

Doris Palz, 51, übernahm mit 1. April die Geschäftsführung von Great Place to Work in Österreich. Sie bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung in den Bereichen Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Work-Life-Balance, Personalpolitik und Generationenmanagement mit. Zuvor arbeitete die Juristin im Ministerium für Umwelt, Jugend und Familie und war danach als selbständige Unternehmensberaterin tätig.

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