"Hartmann wollte mich an die Burg holen"

Max Simonischek (30) hats getan. Nach fünf Jahren am Gorki Theater kehrt er Berlin den Rücken und geht an die Münchner Kammerspiele. Die Wohnung ist bezogen, am Montag beginnen die Proben zu einer Uraufführung von Elfriede Jelinek (Premiere: 27. Oktober). Und das, obwohl ihn Matthias Hartmann an unsere Burg holen wollte.
Max Simonischek (30) hat’s getan. Nach fünf Jahren am Gorki Theater kehrt er Berlin den Rücken und geht an die Münchner Kammerspiele. Die Wohnung ist bezogen, am Montag beginnen die Proben zu einer Uraufführung von Elfriede Jelinek (Premiere: 27. Oktober). Und das, obwohl ihn Matthias Hartmann an unsere Burg holen wollte.

Heute: Es gibt so viele tolle Städte. Warum München?

Simonischek: "Das hab ich mich auch einige Male gefragt. Aber es hat nichts mit der Stadt oder der Nähe zu Wien zu tun. Die Kammerspiele sind das spannendste Haus im deutschsprachigen Raum. Und da kam die Hand von Intendant Johan Simons."

Gab’s auch andere Angebote?

"Ja, von zwei Häusern in dieser Kategorie. Und von der Burg, aber beim Angebot von Matthias Hartmann (Direktor, Anm.) war in München schon alles unter Dach und Fach."

Wie war der Abgang aus Berlin?

"Der Abschied fällt mir verdammt schwer. Aber ich lass’ für immer einen Koffer dort."

Ihr letzter großer TV-Auftritt war im RTL-Blockbuster "Die Hindenburg". Was kam danach?

"Es folgten einige TV-Angebote, aber die meisten habe ich wegen Theaterprojekten abgelehnt."

Warum das?

"Ich musste mich zwischen dem nächsten großen Schinken und anderen Projekten entscheiden. Ich hab 'Lulu' an der Burg gewählt und dann wurde die ganze Produktion abgeblasen …"

Sie wollten immer Fußballer werden. Tut’s noch ein bisschen weh, die EM zu schauen?

"Ja, extrem. Das war immer mein großer Traum, und ich würde auch jetzt jederzeit tauschen."

Schauspiel und Fußball, da treffen doch Welten aufeinander?

"Nein, es gibt viele Parallelen. Wie den Drang, sich auszudrücken. Da könnte man ein Buch darüber schreiben."

Wer wird die EM gewinnen?

"Naja. Da Österreich nicht dabei ist, wird’s wohl Deutschland."

Maria Dorner

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