"Ich hätte mit 14. April Schulstufen geöffnet"

Martin Sprenger: "Kinder brauchen andere Kinder."
Martin Sprenger: "Kinder brauchen andere Kinder."Bild: picturedesk.com

Bis letzte Woche beriet Wissenschafter Martin Sprenger den Krisenstab der Regierung. Nach seiner Kritik an "sinnlosen" Maßnahmen schied er aus. Nun spricht er sich für die Öffnung von Schulen aus.

Seine Stimmte hat Gewicht. Martin Sprenger ist Arzt, Public-Health-Experte, bis letzte Woche beriet der Grazer Gesundheitsminister Rudolf Anschober. In "Addendum" hat er das Krisenmanagement der Regierung gelobt, aber auch kritisiert (die letzten vier Wochen seien zu wenig genutzt worden). Nun legt er nach. Sprenger in "Addendum" über:

Schulen "Ich hätte mit 14. April in drei Bundesländern die ersten acht Schulstufen geöffnet. Dann hätten wir zwei bis drei Wochen sehen können, wie sich das auf das pandemische Geschehen auswirkt. Wenn sich nichts tut, können die anderen nachziehen." Studien hätten zudem gezeigt, dass Schulschließungen "kaum einen pandemischen Einfluss" hätten.

Die Folgen für Kinder "Hat sich schon jemand angeschaut, was diese unsinnigen Freiheitsbeschränkungen Kindern antun, die in kleinen Wohnungen ausharren müssen, ohne Spielplatz, Park und beste Freunde? Was wir derzeit unseren Kindern zumuten, ist unverzeihlich und hat in manchen Fällen jahrelange, vielleicht lebenslange Auswirkungen."

Schutzmasken-Pflicht "Ob Masken etwas bringen oder nicht, wissen wir nicht. Für normale Bürger könnte das Infektionsrisiko bei falscher Handhabe sogar größer sein. Ich hoffe, niemand kommt auf die Idee, in Kindergärten oder Volksschulen eine Maskenpflicht oder Distanzierungsregeln einzuführen."

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