"Heute"-Chefin unter den Top-50 der Kunstsammler

Verlegerin und Kunstsammlerin Eva Dichand in ihrem Büro im Wiener "Heute"-Haus
Verlegerin und Kunstsammlerin Eva Dichand in ihrem Büro im Wiener "Heute"-HausBild: Sabine Hertel
Große Anerkennung für die Sammlung von Eva Dichand: Die "Heute"-Herausgeberin wurde vom Fachblatt ARTnews unter die 50 wichtigsten jungen Kunstsammler gereiht.
Seit einigen Jahren schon verlegt Verlegerin Eva Dichand ihr Hauptaugenmerk in der Freizeit auf das Kunstsammeln. "Es ist etwas", wird sie nicht müde zu betonen, "das ich nur für mich mache – gemeinsam mit meinem Ehemann. Es ist mir eine wahnsinnige Freude, beinahe schon ein innerer Drang, eine tolle Kunstsammlung aufzubauen."

Fachblatt: Dichand spielt in der Zukunft des Sammelns große Rolle



Ihr durchaus ambitioniertes Vorhaben schreitet höchst erfolgreich voran. "ARTnews", die amerikanische "Kunstbibel" schlechthin mit 124.000 Lesern in 124 Ländern der Erde, setzte "Heute"-Herausgeberin Eva Dichand im Dezember auf die Liste jener "50 Sammler, die man sehen muss". Anlass des Beitrages war die "Zukunft des Sammelns"; die Journalisten von "ARTnews" konsultierten für ihr Ranking Expertenquellen wie Spitzenverkäufer, Kuratoren, Spezialisten aus den führenden Auktionshäusern der Welt sowie entscheidenden Sammlern. Ziel war es, "die 50 vielversprechendsten und aufstrebendsten Sammlungen aus aller Welt" zu listen.

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Dichand: "Ich möchte eine Sammlung mit Künstlern meiner Generation aufbauen und junge Talente fördern."


In das Ranking schaffte es Eva Dichand mit wertvollen Stücken moderner und zeitgenössischer Kunst. "Dabei", bemerkte Eva Dichand unlängst in einem Interview mit Bildungsexperten Andreas Salcher, "habe ich ursprünglich begonnen, Dinge aus den 60er-Jahren zu sammeln". Ein Szenekenner habe sie dann relativ rasch darauf aufmerksam gemacht, dass "sie doch lieber die 'artcollection of your generation' aufbauen sollte." Auch Dichand selbst ist mittlerweile dieser Meinung: "Es geht mir nicht darum, einen Picasso zu besitzen, sondern junge Künstler zu fördern."

Die Verlegerin: "Man muss nicht alles besitzen …"


Angesprochen auf ihren Lebenstraum antwortete sie im Gespräch mit Andreas Salcher dennoch mit "einen Matisse zu besitzen – relativ utopisch, weil man die nicht zu kaufen kriegt." Nachsatz: "Aber es würde mir auch reichen, eine Art Fondation zu gründen, um junge Künstler zu fördern, um sie einmal so weit zu bekommen, ein neuer Matisse zu werden."

Sollte sich das angesprochene, als utopisch definierte Ziel nicht verwirklichen lassen, wäre dies für Eva Dichand auch keine Niederlage, denn "man muss nicht alles besitzen". Ausgleich zum stressigen Alltag findet die Verlegerin bei Besuchen von Kunstmessen, Ausstellungen und Galerien rund um den Globus. Seit einigen Jahren lässt sie an diesen Ausflügen in die Hochkultur auch ihre nunmehr schon knapp 49.000 Follower auf Instagram teilhaben. Zehntausende User erfreuen sich regelmäßig an diesen positiven und lebensfrohen Bildern und Videos.

Auch das ist – in Zeiten wie diesen – schon eine Kunst für sich …

Die "Heute"-Chefin im Kunstgespräch mit Andreas Salcher





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