"Heute" löst Rätsel um Donaustadt-Alligator

Echt (zu-)packende Story: Ein Leserreporter fotografierte einen Alligator in einer Wiener Wiese. "Heute" weiß nun: Die Geschichte hatte mehr Gips als Grips.
Nein, Donaustadt ist nicht Florida und die Industriestraße 117 liegt weiter nicht in den Everglades. Folglich gibt es in Wien (außer in Schönbrunn und im "Haus des Meeres) weiterhin keine Krokodile. Ehe Sie sich enttäuscht abwenden, lesen sie besser weiter, denn mit der Aufklärung der Krokodeske erweisen wir ihnen echt keinen Bärendienst.

Also, einmal die Vorgeschichte: Als "Heute"-Leser Selçuk B. Donnerstag gegen 22.40 Uhr in der Donaustadt unterwegs ist, bietet sich ihm folgendes Bild: Er sieht ein Krokodil (wie er vermutet) vor sich auf der Wiese, der Schwanz ist sichtbar, das Maul keusch in einem Buschwerk verborgen (hier die Story nachlesen).

Jetzt wird in die Hände gespuckt

Selçuk B. tut, was in vermeintlichen oder echten Gefahrensituationen dringend geboten ist - er greift zu seinem Smartphone (für Freunde von Details, ein Samsung Galaxy Note 4) und knipst los. Drei Fotos entstehen, die er an die "Heute"-Redaktion übermittelt. Guter Mann. Dort beginnt ein Team mit der Tiefenrecherche.

Als erschwerend stellt sich heraus, dass Selçuk B. für Rückfragen nicht mehr erreichbar ist (es wird ihm doch nichts zugestoßen sein) und - mysteriös - die Polizei nicht blitzartig Unterlagen zum "Kroko-Gate" in den Akten hat. Dann aber geht es Schlag auf Schlag.

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Erst stellt "Heute" gemeinsam mit den Zoologen-Teams von Dr. Google und Wikipedia fest, dass es sich bei dem Exemplar zweifelsfrei um einen Alligator handelt (warum lesen Sie hier). Dann meldet sich Leserreporter Selçuk B. und bestätigt: er ist kein Bot. Und er habe die Polizei informiert. Auf die Frage, wie sich der Alligator verhalten habe, kommt die knappe Antwort: "Regungslos".

Das kommt hin, denn schließlich wird auch die Polizei fündig - und löst eine Amtshandlung aus. Bei dem Alligator handelt es sich nämlich um eine Exemplar aus Gips, ermittelten die Beamten. Es tauche vor Ort immer wieder auf. Nun wurde es aber der Polizei affig, sie rückte aus, um das Gipsodil für immer und ewig zu entfernen.

Fazit: Jetzt weiß man echt krokoviel über das Donaustadt-Krokodil.

(red)

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