Österreich

"Heute" spielt Robin Hood am Wiener Kahlenberg

Heute Redaktion
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Zwei Parcours, 50 3D-Tiere als Ziel und viel frische Luft: Der neue Bogensportpark der Erlebniswelt Kahlenberg hat viel zu bietet. "Heute" hat ihn getestet.

Robin Hood, Hawkeye von den "Avengers" oder Katniss aus den "Tributen von Panem". Sie alle haben eines gemeinsam: den Bogen als bevorzugte Waffe. Für alle, die sich selbst auf die Spuren der fiktiven Bogenschieß-Helden begeben wollen, ist der neue Bogensportpark in der Erlebniswelt Kahlenberg (Döbling) genau richtig.

Der Bogensportpark Kahlenberg grenzt direkt an den Waldseilpark Kahlenberg an und ist mit Auto über die Höhenstraße oder dem Bus 38a (Station Elisabethwiese) erreichbar. Auf die Hobby-Sportler warten hier zwei unterschiedlich lange Parcours, entlang derer es verschiedene 3D-Tiere aus Gummi und in Originalgröße "zu erlegen" gilt. Parcours 1 hat eine Länge von zwei Kilometern und bietet 20 Tiere. Im Durchschnitt dauert es eineinhalb bis zwei Stunden, um alle Stationen zu absolvieren. Parcours 2 mit drei Kilometern Länge und 30 Tieren dauert etwa zwei bis drei Stunden.

Parcours als Naturlehrpfade angelegt

"Die Routen sind als Naturlehrpfad angelegt", erklärt Martin Maurer (32), Betriebsleiter der Erlebniswelt Kahlenberg. Alle 3D-Tiere, die im Bogensportpark als Ziele dienen, sind oder waren in Österreich heimisch. An jeder Station informiert eine Tafel über die jeweilige Tierart, darunter Biber, Uhu, Rehe oder Wildschweine. Besonders interessant ist das bei jenen Tieren wie dem Dodo oder einer rund 30cm großen Vogelspinne, die bereits ausgestorben sind.

"Erlebniswelt Kahlenberg"-Betriebsleiter Martin Maurer zum neuen Bogensportpark:

(Video: "Heute")

Routen für ganze Familie geeignet

Bevor es aber losgeht, ist erstmals die Ausrüstung der Schützen mit Recurve-Bogen, Arm- und Fingerschutz dran. Mit dem gefüllten Köcher geht es dann zu den ersten Zielscheiben. "Jeder Besucher erhält fünf Carbon-Pfeile, die er aus verschiedenen Entfernungen auf die Ziele schießt. Eine weiß bemalte Latte markiert die kürzeste Distanz, das sind rund zehn Metern, vor allem für Anfänger eine gute Entfernung. Danach folgen blau für Geübte und rot für Visierschützen", so Maurer.

50 tierische Ziele fordern gutes Ziel

Wichtig sei beim Bogenschießen vor allem der sichere Stand, daher rät Maurer zu festem Schuhwerk mit Profilsohle (im unebenen Gelände kann es rutschig werden), die richtige Haltung und – ganz wichtig – vor dem Schießen sicherzugehen, dass niemand in die Schussbahn geraten kann.

Ist all das gegeben, ist die fröhliche Pfeil- und Bogenjagd eröffnet. Für Tierfreunde ist es anfangs schon eine Überwindung auf die, doch sehr real wirkenden Tiere zu schießen, aber – wie der "Heute"-Test zeigt – bald macht sich der sportliche Ehrgeiz breit. Jedes 3D-Tier hat auf dem Körper Kreise, die – ähnlich einer Zielscheibe unterschiedliche Wertigkeit hat. Je näher man ins Zentrum trifft, desto mehr Punkte erhält der Schütze.

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(Grafik: Erlebniswelt Kahlenberg)

Sicherheit geht vor – alle Ziele auf eigens anlegten Wegen

"Wir haben all unsere Ziele an neu angelegten Wegen aufgestellt, das heißt, alle Wege, die schon bisher von Spaziergehern und Mountainbikern benutzt werden, sind vom Bogenschießen ausgenommen. Zudem sind sie alle 50 3D-Ziele vom Weg weg und in Richtung Gebüsch ausgerichtet, damit nichts passiert, auch wenn ein Pfeil anders will als der Schütze", so Maurer.

Das "Heute"-Fazit: Das Bogenschießen in der Erlebniswelt Kahlenberg macht richtig Spaß. Natürlich ist das Ziel eine Frage der Übung, aber man lernt sehr schnell, wie am besten gezielt, wie der Bogen gehalten oder wie stark die Sehne gespannt werden soll. Die 3D-Ziele stellen mit ihren unterschiedlichen Größen eine spannende Herausforderung dar. Umso größer ist die Freude, wann man dann auch trifft.

Bogenspaß von April bis Oktober

Der Bogensportpark hat heuer noch bis Ende Oktober geöffnet. Der Eintritt kostet für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren (nur in Begleitung eines Erwachsenen) 8 Euro, Erwachsene zahlen 12 Euro.

Das Kommen mit eigener Ausrüstung ist möglich (Obergrenze für die Zuglast der Bögen liegt bei 70 Pfund), alles nötige kann aber für 16 Euro vor Ort ausgeliehen werden. Sollte bei der "Jagd" ein Pfeil verloren gehen oder brechen, sind dafür 8 Euro fällig. Eine Anmeldung (außer bei großen Gruppen) ist nicht erforderlich.