"Heute" spielte einen Tag lang Polizeischüler

Einmal in die Rolle von Polizeischülern schlüpfen: "Heute" durfte in der Sicherheitsakademie des Innenministeriums zur "Kurzausbildung".

Bereits als Kind jagte man bei "Räuber und Gendarm" Verbrecher, "Heute" spielt jetzt tatsächlich Polizist. In der Sicherheitsakademie (SIAK) in Wien darf man zwar nicht zu einem Einsatz ausrücken, doch der Probetag als Gesetzeshüter fängt bereits spannend an.

Bombenalarm sorgt für Aufregung

Gegen 13 Uhr geht's auf einem kleinen Umweg in die SIAK, da wegen einem herrenlosen Packet vor dem Haupteingang der Akademie die Alarmglocken läuten. "Wir mussten das Packet auf Sprengstoff überprüfen, aber es konnte Entwarnung gegeben werden", erklärt Gruppenleiter Mag. Karl Hutter. Nach dem kurzen Schreck beginnt schließlich der Polizei-Crashkurs.

In der ersten Einheit gibt's allgemeine Infos über die neue Polizeigrundausbildung. Derzeit drücken in zehn Bildungszentren über 2.100 Polizei-Anwärter die Schulbank. Bevor der Dienst losgeht, stehen 24 Monate lang Rechtsfächer, persönlichkeitsbildende Elemente, Polizeitechnik und -taktik, sowie angewandte Trainings am Lehrplan.

"Stopp, Verkehrskontrolle!"

Zum Training und damit direkt zu einer simulierten Verkehrskontrolle geht's im zweiten Teil des Probetags. Zwei Polizeischüler machen vor, wie man ein Fahrzeug richtig anhält und eine Kontrolle im öffentlichen Straßenverkehr durchführt. Bei gefühlten 30 Grad und ohne Uniform ist es bereits körperlich anstrengend "nur" auf der Straße zu stehen – in Uniform wohl erst recht.

Doch richtig anstrengend wird es dann erst in der Sporthalle. Angehende männliche Polizisten müssen innerhalb von 30 Sekunden einen schwierigen Parcours durchlaufen, Frauen bekommen vier Sekunden länger Zeit. Schnelligkeit zählt auch bei der Rettung einer 70 Kilo schweren Puppe: Innerhalb von zehn Sekunden muss das "Opfer" einige Meter aus der Gefahrenzone gebracht werden.

Schussübung – aber ohne Knalleffekt

Mit Ohrenschutz und Schutzbrille geht's weiter zur nächsten Station. Richtig gefährlich wird's bei der Schussübung, die von Polizeischülern durchgeführt wird, dann doch nicht. Zwar wird gezielt, aber nicht abgedrückt.

Als letzte Station wartet eine Verfolgungsjagd – inklusive Festnahme. Auch hier wird wieder klar: Körperliche Fitness und Handlungssicherheit sind gefragt. Mit dem Spiel "Räuber und Gendarm" hat das wirklich nicht mehr viel zu tun.

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