"Heute" zu Besuch bei Schlumberger

Bild: Daniel Schaler
Zu einer rauschenden Silvesternacht - im privaten Kreis, bei beschwingten Partys oder am Silvesterpfad - gehört prickelnder Sekt einfach dazu. Heuer werden rund zwei Millionen Flaschen (das sind 15 Millionen gefüllte Sektgläser) österreichweit getrunken, wird von Sektproduzenten prognostiziert. Beim "Heute"-Lokalaugenschein in der Schlumberger-Sektkellerei in Wien, gab Kellermeister Josef Markowitsch Auskunft über alles, was sie zum Thema Sekt wissen müssen.
Zu einer rauschenden Silvesternacht – im privaten Kreis, bei beschwingten Partys oder am Silvesterpfad – gehört prickelnder Sekt einfach dazu. Heuer werden rund zwei Millionen Flaschen (das sind 15 Millionen gefüllte Sektgläser) österreichweit getrunken, so die Prognose. Beim "Heute"-Lokalaugenschein in der Schlumberger-Sektkellerei in Wien gab Kellermeister Josef Markowitsch Auskunft über alles, was sie zum Thema Sekt wissen müssen.
Schlumberger produziert seit 175 Jahren nach der "Methode Traditionelle". Das bedeutet: Das feine Prickeln des Sektes entsteht während der zweiten Gärung direkt in der Flasche. Jede Flasche reift ca. zwei Jahre in der Kellerei. Nach einem genauen Plan werden die Flasche regelmäßig gedreht. Verwendet werden zu 90 Prozent Weintrauben aus der Region rund um Poysdorf im Weinviertel (Mistelbach). 

Kellermeister Josef Markowitsch wirft seit 40 Jahren ein wachsames Auge auf die Sektproduktion bei Schlumberger, ein guter Tropfen Sekt ist ihm eine Herzensangelegenheit. Für die gelungene Silvesterparty gibt er Einblick in die Sekt-Welt:

Sekt richtig öffnen

Das Öffnen der Flasche mit knallendem Korken ist zwar effektvoll, schadet aber dem feinen Aroma. Nach dem Entfernen des Drahtgitters muss man den Sektkorken fest umfassen und nur die Flasche drehen. In der letzten Phase lässt man die Kohlensäure mit leichtem Zischen entweichen. Damit vermeidet man das Überschäumen der Sektflasche.

Das richtige Glas

Das ideale Sektglas ist farblos. Am besten eignen sich tulpen- und apfelförmige Gläser. Hier haben die Perlen genug Raum um aufzusteigen, der Duft kommt besser zur Geltung. Schmale Flöten oder breite Schalen sind nicht so gut geeignet.  Tipp zum Gläserkauf: Ein Sektglas sollte einen Moussierpunkt haben, das ist eine kleine aufgerauhte Stelle am Boden, die zu einem punktuellen Aufsteigen der Perlen führt. Ein Sektglas wird nur bis zu zwei Drittel gefüllt.

Die richtige Trinktemperatur

Die ideale Trinktemperatur von weißem Sekt liegt bei 5 bis 7 Grad, bei Rosé bei 6 bis 8 Grad und bei rotem Sekt bei 7 bis 9 Grad. Wird Sekt zu stark gekühlt, kann sich sein Bukett nicht richtig entfalten.

Qualität hat seinen Preis

Der Großteil der Sektkonsumenten deckt sich für die Silvesternacht im Lebensmittelhandel ein. Dort gibt es eine Flasche (0,75 Liter) bereits ab rund acht Euro. In Vinotheken oder Spezialgeschäften kostet eine gute Flasche bereits um die 14 Euro. Im Restaurant oder in einer Bar muss man schon tiefer in die Tasche greifen, hier werden rund 30 Euro verlangt.

Flaschen haben ausgefallene Namen

Die Standardflasche (0,75 Liter) nennt man Imperial, die 1,5-Liter-Flasche Magnum, die Drei-Liter Sektflasche Jeroboam, die Sechs-Liter-Flasche Methusalem, die Neun-Liter-Flasche heißt in Fachkreisen Salmanasar, die Zwölf-Liter Flasche Balthasar, die Mega-Flasche mit sagenhaften 15 Liter Inhalt nennen Sekt-Feinspitze Nebukadnezar.

 
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