"Hirnrissige Sache": Eltern steckten Kind (3) in Käfig

Das Landesgericht in Wien
Das Landesgericht in WienBild: keine Quellenangabe

In Wien sind ein 32-Jähriger und seine Ex-Freundin zu einer bedingen Haftstrafe verurteilt worden. Die beiden hatten ihr Kind in eine Art Käfig gesteckt.

Ein Arbeitsloser (32) und seine Ex-Freundin (24) sollen in Favoriten ihren Sohn gequält haben. Der Bub (3) kletterte in der kleinen Wohnung oft aus dem Gitterbett.

Daraufhin bastelte der Vater einen Deckel aus Brettern. Das Kind wurde in den "Käfig" gesperrt – gesichtert mit einem

Vorhängeschloss.

Am Donnerstag standen Vater und Mutter dafür vor Gericht. Er habe "den Deckel zu gemacht", weil die Schwester (7) den Kleinen genervt hätte, so der Angeklagte zum Richter. "Und damit phasenweise a Ruh' ist!"

Tochter ließ Sache auffliegen

Das Einsperren sei eine "hirnrissige Sache" gewesen, gab die Mutter, eine Kellnerin, zu. Die Tochter des Paares ließ die Sache im Vorjahr auffliegen. Sie erzählte ihrer Oma von dem Käfig. Der Onkel (17) holte die Polizei. Die Kinder kamen ins Heim und zu Pflegeeltern.

Das Urteil: 1,5 Jahre bedingt für den Vater, 6 Monate für die junge Mutter – rechtskräftig!

+++ Update, 8.9.2017 +++

Die Mutter des 3-Jährigen hat gegenüber der "Heute"-Redaktion angegeben, sie habe den Vorfall aus Angst vor ihrem Ex-Freund nicht gemeldet. Der Mann habe ihr mit dem Erschießen gedroht. (red)

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