"Hubert von Goisern: Brenna tuat's schon lang"

Von den musikalischen Anfängen in einer Goiserer Blaskapelle bis zum österreichischen Hitparaden-Hit "Brenna tuats guat": Marcus H. Rosenmüllers Doku "Brenna tuat's schon lang" ist dem Leben und Schaffen von Hubert von Goisern gewidmet. Vor allem die erste Hälfte des Films, die sich vorwiegend mit der Zeit bis zur Single "Hiatamadl" befasst, fesselt und bewegt wie es das Portrait eines österreichischen Musikers nur selten zustande bringt.

Von den musikalischen Anfängen in einer Goiserer Blaskapelle bis zum österreichischen Hitparaden-Hit "Brenna tuats guat": Marcus H. Rosenmüllers Doku "Brenna tuat's schon lang" ist dem Leben und Schaffen von gewidmet. Vor allem die erste Hälfte des Films, die sich vorwiegend mit der Zeit bis zur Single "Hiatamadl" (1992) befasst, fesselt und bewegt wie es das Portrait eines österreichischen Musikers nur selten zustande bringt.

Morgendämmerung im Salzkammergut: Hubert von Goisern fährt in einem Fischerboot auf den Hallstätter See hinaus, genießt die Stille, angelt, beginnt zu erzählen. Am Anfang des Films stehen eine Lebensweisheit ("Das Leben ist eine Reise") und einer der bekanntesten Songs ("Heast as nit") des österreichischen Musikers. Dannach lässt ihn Regisseur Rosenmüller Erinnerungen und Anekdoten aus der Zeit vor dem Ruhm preisgeben.

Diese Reise in die (künstlerische) Vergangenheit Hubert von Goiserns - jene Vergangenheit, die man nicht mittels YouTube und Google nachvollziehen kann - ist das Glanzstück der durchwegs gefälligen Doku. Im Gegensatz zur zweiten Hälfte des Films, die das sorgfältig dokumentierte Lebenswerk (u.a. Afrika-Reisen und Linz Europa Tour) des Musikers lediglich nachzeichnet, geht Rosenmüller in Hälfte eins auf Spurensuche. Die von Hubert von Goisern vorangetriebene Evolution der Volksmusik ist dabei weniger interessant als die teilweise sehr persönlichen Erzählungen eines einzigartigen Künstlers.

"Brenna tuat's schon lang" zeigt Hubert von Goisern als nachdenklichen, starrköpfigen und grundsympathischen Menschen, der vor allem jüngeren Generationen von Österreichern so noch nicht bekannt war. Wie uns die Doku verrät, liegt seine große Stärke liegt darin, selbst festgefahrenste, gestrigste Konzepte auf einen völlig neuen Level zu heben. Wie etwa die banale Lebensweisheit, die am Beginn des Filmes steht und plötzlich doch noch zum Grübeln verleitet.

"Hubert von Goisern: Brenna tuat's schon lang" startet am 24. April in den österreichischen Kinos.

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