"Ich bin Gott"-Taferl kommt Staat teuer zu stehen

Seit Jahren tobte im US-Bundesstaat ein heftiger Streit um das Wunschkennzeichen eines Pensionisten. Dieser sah sich in seinem Recht auf freie Meinungsäußerung verletzt.
Nach seinem Umzug nach Kentucky hatte Ben Hart einen Antrag auf ein Wunschkennzeichen gestellt. Wie schon die Jahre zuvor in Ohio wollte der Amerikaner wieder mit einem "IM GOD" ("Ich bin Gott") Nummerntaferl herumkurven, doch die Behörden ließen ihn abblitzen. Die Aufschrift sei demnach "geschmacklos".

Hart, der sich selbst als Atheist bezeichnet, sah sich in seinem Grundrecht auf freie Meinungsäußerung verletzt und zog daraufhin 2016 vor Gericht – mit durchschlagendem Ergebnis.

Nicht nur, dass dem streitbaren Autofahrer das Kennzeichen zugesprochen wurde, so muss nach dem Urteil vom Montag auch die Behörde des Staates Kentuckys die gesamten Prozesskosten übernehmen. Die sind mit einem Betrag von mittlerweile 151.206 US-Dollar nicht ohne, wie "WXIX" berichtet.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. "Spart euch das Geld und hört auf, die verfassungsrechtlich geschützte Meinungsfreiheit anzugreifen", feuerte die Amerikanische Bürgerrechtsunion (ACLU) nach der Urteilsverkündung nach. Die ACLU hatte Hart während des Prozesses unterstützt.

"Ich kann beweisen, dass ich Gott bin"

Den Senior freuts, denn er hatte das Kennzeichen bereits lieb gewonnen. Es sei ein Weg gewesen, der Welt zu zeigen, dass Glaube auf vielen Arten ausgedrückt werden könne.

"Ich kann beweisen, dass ich Gott bin, den Gegenbeweis können Sie aber nicht erbringen", philosophiert der Atheist gegenüber dem Sender. "Und wie kann ich das beweisen? Es stehen sechs Definitionen zu Gott im American Heritage Dictionary und Nummer 5 ist ein 'sehr fescher Mann' und meine Ehefrau sagt, dass ich sehr fesch bin – und niemand legt sich mit meiner Frau an."

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