"Ich bin Wiens koschere Perückendame"

Rapunzel wäre blass vor Neid: In der Leopoldstadt eröffnete Daniela Kaner (22), eine junge Wienerin mit israelisch-russischen Wurzeln, nun das erste koschere Perückenstudio der Stadt - "Pamonit".
Rapunzel wäre blass vor Neid: In der Leopoldstadt eröffnete Daniela Kaner (22), eine junge Wienerin mit israelisch-russischen Wurzeln, nun das erste koschere Perückenstudio der Stadt – "Pamonit".

Die "Scheitelmacherin", wie es im Jiddischen heißt, verkauft in der Praterstraße Perücken für die orthodoxe Gemeinde (fromme verheiratete Jüdinnen müssen das Haar in der Öffentlichkeit bedecken).

Für ihre koscheren Perücken bekommt Kaner aber auch viele Anfragen von Nicht-Jüdinnen, die sich für "Dream", "Princess" oder "Lorella" (Kosten: 500 Euro bis 4.000 Euro) interessieren. Der Preis ist so begründet: "Ich verkaufe Top-Qualität und die Haare in meinen Perücken sind koscher", so Kaner. Heißt: Billigere Haare aus Indien werden nicht verwendet, denn die könnten in einem Hindu-Tempel als religiöse Opfergabe dargebracht worden sein – und Götzendienst ist im Judentum verboten.

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