"Ich wollte nicht, dass die Karpfen leiden"

Die Karpfen waren noch lebendig auf Eis gelagert.
Die Karpfen waren noch lebendig auf Eis gelagert.Bild: Denise Auer
Ein Tierschützer stellte mit Schrecken fest, dass ein Minimarkt-Besitzer lebendige Fische in einer Vitrine lagerte – "Heute" berichtete. Der Besitzer sagt: "Das alles ist ein Missverständnis."
Montagvormittag, gegen 11.15 Uhr, alarmierte ein Tierschützer das Stadtpolizeikommando Fünfhaus: Dieser will einen Fall von Tierquälerei in einem Minimarkt in der Märzstraße entdeckt haben. Als die Beamten eintrafen, sahen sie sechs auf Eis gelagerte Karpfen, die scheinbar ihre letzten Atemzüge machten. Nach dem der Minimarkt-Besitzer vom Tierschützer aufgeklärt wurde, wie sehr die Fische leiden, erschlug er die Fische. Eine Anzeige gab es trotzdem.

Es war ein Kundenwunsch

Gegenüber "Heute" gab der 42-jährige Verkäufer an, nicht gewusst zu haben, dass es verboten sei den Fischen solche Zustände zuzumuten: "Mir war nicht klar, dass das Tierquälerei ist. Ich hab' einen Kunden, der sich die Fische zu einem feierlichen Anlass möglichst frisch wünschte. Diesen Wunsch wollte ich ihm erfüllen."

"Niemand hat mir etwas gesagt"

Der Minimarkt-Besitzer akzeptiert die Strafe. Er gibt zu, dass es eine "Dummheit" war, die er begangen hat. Allerdings hat er auch ein Problem, dass ihn früher niemand darauf angesprochen hat: "Die Menschen sehen sich die Karpfen an und rufen sofort die Polizei. Sie hätten ja mich ansprechen können. Mit mir kann man nämlich auch reden. Dann hätte ich natürlich etwas unternommen. Jetzt ist das alles zu einer Riesengeschichte geworden, die ich mir gern erspart hätte."

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