"In Ungarn wurden wir geschlagen"

Seit Jänner gewährt Franz Wöckinger, Pfarrer von St. Georgen/G. (Bez. Perg), einer 5-köpfigen Familie aus Afghanistan Unterschlupf, will sie vor der Abschiebung retten. In "Heute" sprechen die Flüchtlinge erstmals.
Seit Jänner gewährt Franz Wöckinger, Pfarrer von St. Georgen/G. (Bez. Perg), einer 5-köpfigen Familie aus Afghanistan Unterschlupf, will sie vor der Abschiebung retten. In "Heute" sprechen die Flüchtlinge erstmals.

Nur einen Tag hat Familie Karimi auf der Flucht aus ihrer Heimat in Ungarn verbracht, wurde dort mittels Fingerprint registriert. Das hat genügt: Denn aufgrund des Dublin-Falls (Asylverfahren muss im Land der Erstregistrierung stattfinden) sollen Atiqulla und Marzia Karimi mit ihren drei Söhnen (5–11) nach Ungarn zurückgeschickt werden.

Die Familie ist aber längst integriert, die Kinder gehen zur Schule. "Ich will nicht, dass sie in die chaotische Asylsituation nach Ungarn zurück müssen", so der Pfarrer. Auf Deutsch, aber mit zittriger Stimme sagt Atiqulla: "In Ungarn wurden wir geschlagen und mit Tränengas angegriffen. Wir wollen nicht zurück."
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