"Inferno": Schnitzeljagd und Geschichtsunterricht

Robert Langdon (Tom Hanks) geht wieder mal auf Schnitzeljagd und zeigt uns dabei, wie spannend Geschichte sein kann. In seinem dritten Kinoabenteuer steht ihm "Rogue One"-Hauptdarstellerin Felicity Jones zur Seite. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Bestseller (2013) von Dan Brown.
Robert Langdon ( zur Seite. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Bestseller (2013) von Dan Brown.



Kann man als Historiker zum weltrettenden Helden werden? Klar doch, wenn eine Spur aus geschichtlich relevanten Brotkrumen zur Massenvernichtungswaffe eines brillanten Schurken/Wissenschaftlers führt. Bertrand Zobrist (Ben Foster) sieht die Menschheit durch ihre drastisch wachsende Population gefährdet. Seine Lösung: Ein Erreger, der die Hälfte der Erdbevölkerung binnen Wochen vom Planeten tilgen soll. Als Zobrist auf der Flucht vor dem WHO-Kommissar Christoph Bruder (Omar Sy) stirbt, liegt es Robert Langdon, die kryptischen, an Dantes "Inferno" angelegten Hinweise des Wissenschaftlers zu entschlüsseln.

Um die Dramatik der ersten beiden Teile () zu steigern, bekommt Langdon diesmal ein kleines Handicap aufgebrummt. Mit Kopfverletzung und Gedächtnisschwund erwacht er in einem Florenzer Krankenhaus, von apokalyptischen Visionen geplagt muss er sich an seine Recherchen im Zobrist-Fall erinnern und den Weltuntergang verhindern. Langdons behandelnde Ärztin Dr. Sienna Brooks (Felicity Jones) hilft ihm dabei. Eine schießwütige italienische Polizistin (Ana Ularu) und ein undurchsichtiger Firmenchef (Irrfan Khan) stellen sich ihnen in den Weg.

Motivationsfilm und Schnitzeljagd

Wie alle Robert-Langdon-Filme eignet sich auch "Inferno" hervorragend als Motivationsfilm für lernfaule Schüler. Die Grundmessage "Geschichte ist cool und alles andere als langweilig" hat sich seit der ersten Dan-Brown-Verfilmung nicht geändert. Und ja, es macht definitiv Spaß, Langdon beim Anzapfen seines enormen historischen Wissens zu beobachten und mit ihm von Museum zu Museum zu rasen.

"Inferno" ist zugleich auch eine flotte Thriller-Schnitzeljagd für Erwachsene; quasi ein düsterere Version der Benjamin-Franklin-Gates-Abenteuer mit Nicolas Cage (). Logisch geht es dabei nicht immer zu, und auch der obligatorische Plottwist passt mehr schlecht als recht in die Story. Der Unterhaltung, aber auch der Lust, wieder mal in alten Schulbüchern zu blättern, tut das allerdings keinen Abbruch.

"Inferno" startet am 14. Oktober in den österreichischen Kinos.
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