"Inkasso-Büro will mein Leben ruinieren"

Eine Wienerin blieb auf dem 30.000-Euro-Kredit ihres Ex-Mannes sitzen, ein Inkasso-Büro verlangte nun 100.000 Euro (!) zusätzlich von ihr - "Heute" berichtete. Jetzt spricht das Opfer.

. Jetzt spricht das Opfer.

"Wie kommt das Inkasso-Büro auf die Idee, dass ich je so eine Summe zurückzahlen könnte?", ist Gerda P. fassungslos. Ihr Ex-Mann hatte vor mehreren Jahren für seine Baufirma zwei Kredite über insgesamt 30.000 Euro aufgenommen. "Er bat mich, als Bürge zu unterschrieben. Bei der Scheidung fand ich heraus, dass er das Geld nie zurückgezahlt hat."

Doch es kam noch schlimmer für die vierfache Mutter: "Plötzlich erhielt ich ein Schreiben von einem Inkasso- Büro, das zusätzlich 90.000 Euro Zinsen und 11.000 Euro Bearbeitungsgebühren von mir forderte. Ich dachte, mich trifft der Schlag!"

Verzweifelt wandte sich Gerda P. an ihre Anwältin Katharina Braun – auch die konnte die dreist überhöhten Forderungen nicht fassen: "Nicht nur, dass Zinsen ohne Gerichtsbeschluss nicht das Kapital überschreiten dürfen, sie verjähren nach drei Jahren", erklärt die Advokatin "Auch die Gebühren sind viel zu hoch. Wir verhandeln jetzt mit dem Büro über realistische Zahlen." Sie rät, sich von solchen Inkasso- Forderungen nicht einschüchtern zu lassen und zur Schuldnerberatung oder zu einem Anwalt zu gehen.

Jörg Michner

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