"Jedes Rind muss erfasst werden, Menschen nicht?"

Im letzten Antritts-Interview mit den neuen Landesräten in NÖ traf „Heute" auf ein politisches Urgestein: Gottfried Waldhäusl (FP) über Asyl, sein Aktion mit Frist bis 4. Mai und Tierschutz.

Heute": Sie waren im April mehrmals in den Schlagzeilen mit ihrer harten Asylpolitik. Was lief aus Ihrer Sicht seit 2015 falsch?

Gottfried Waldhäusl: Dass 2015 in Österreich keine Grenzen kontrolliert wurden, war der schwerste Fehler. Jedes Rindsvieh, Schwein oder Lamm wird bei uns erfasst, aber nicht, wie viele Menschen in unser Land kommen.

Heute": Sie meinten, den „Sauhaufen" in der Asylcausa aufzuräumen. Wie wollen Sie das schaffen?

Waldhäusl: So, wie ich das als junger Landwirt lernte: Einen Saufhaufen trägt man Stück für Stück ab. Ich lasse mich dabei weder von Rechts noch von Links beeinflussen.

Heute": 405 „Illegale" müssen bis 4. Mai umziehen ("Heute" berichtete ausführlich), sonst fallen sie aus der Grundversorgung. Was wollen Sie damit erreichen?

Waldhäusl: Eine Rückführung. Entweder sie verlassen unser Land oder werden weggesperrt.

Heute": Was wollen Sie als Landesrat noch erwirken?

Gottfried Waldhäusl (FP)

geboren: 3. Oktober 1965 in Waidhofen/Thaya
Familie: drei Kinder
Gelernter Beruf: Landwirt
in der Politik seit: 1990 GR in Pfaffenschlag, 1995 Bundesrat, seit 1998 im nö. Landtag, ist auch Vizebürgermeister in Waidhofen an der Thaya

Waldhäusl: Ein Schächtverbot, generell einen Tierschutz mit Hausverstand.

Heute": Gibt es das viel zitierte Miteinander mit der VPNÖ tatsächlich?

Waldhäusl: Klares Ja.

"Heute": Sie sind über 20 Jahre im nö. Landtag. Was hat sich in zwei Dekaden an der politischen Kulutur in NÖ geändert?

Waldhäusl: Ende der 90er-Jahre waren Politiker weniger wehleidig. Heute gibt es leider weniger Politiker mit Handschlagsqualität, dafür mehr Selbstdarsteller. Ich habe es stets als Ehre betrachtet, den Bürger vertreten zu dürfen. (Lie)

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