"Jugene" - das kann Europas Supercomputer

Er ist etwa 50.000 Mal schneller als ein gewöhnlicher PC, kann die bevorstehenden Klimaveränderungen berechnen und hört auf den Namen "Jugene" - Europas leistungsstärkster Computer.
Im Rahmen einer großen Eröffnungsfeier wurde der Höchstleistungsrechner "Jugene" Anfang dieser Woche im Forschungszentrum Jülich (D) eingeweiht. Der Supercomputer soll ab sofort zur Lösung von komplizierten naturwissenschaftlichen Problemstellungen und für aufwendige Simulationen eingesetzt werden.

144 Terrabyte Arbeitsspeicher

Mit Hilfe von "Jugene" soll die Funktion neuer Halbleiter getestet werden, Klimaveränderungen und zum Beispiel die Strömung in einer Blutpumpe simuliert werden. Möglich macht das die gigantische Rechenleistung des Supercomputers: Binnen einer Sekunde kann der Petaflop-Rechner eine Billiarde Rechenoperationen durchführen. Um annähernd an die Leistung von "Jugene" heranzukommen, müssten eine Milliarde Menschen pro Sekunde jeweils eine Million Berechnungen mit dem Taschenrechner durchführen, erklärt Hersteller IBM.

Riesig und nicht billig

So toll "Jugene" auch sein mag, der Höchstleistungsrechner passt leider nicht in jede Wohnung. Die rund 72.000 Prozessoren des Supercomputers sind in 72 telefonzellengroßen, wassergekühlten Schränken in einer Halle untergebracht. Der Rechner selbst benötigt 2,2 Megawatt elektische Leistung, die gesamte Halle 5,3 Megawatt. Diese Werte sind vergleichbar mit einer Hauptkühlungspumpe in einem Kernkraftwerk.
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