"Junkies verwüsten unsere Kellerabteile"

Mieter ärgern sich über Junkies, die bei ihnen im Keller übernachten (v.l.n.r.: Manfred K., Ulrike M. und Eugen H.)
Mieter ärgern sich über Junkies, die bei ihnen im Keller übernachten (v.l.n.r.: Manfred K., Ulrike M. und Eugen H.)Bild: Helmut Graf
Klienten des Suchthilfezentrums "Jedmayer" sorgen bei Anrainern für gehörigen Ärger. Sie sollen in Kellern schlafen, Spritzen und Kondome zurücklassen.
Von "schlimmen Zuständen" berichten die Mieter des Mehrfamilienhauses in der Gfrornergasse 5 (Mariahilf) gegenüber "Heute". Grund für den Ärger sind Klienten des nahegelegenen Suchthilfezentrums Jedmayer am Gumpendorfer Gürtel 8. "Immer wieder übernachten Junkies bei uns im Haus", erzählt Manfred K (44).

Bereits mehrfach fanden die Mieter im Keller, dem Heizraum und dem Fahrradabstellraum verlassene Schlafstätten, liegengebliebene Spritzen und gebrauchte Kondome. Auch die mit Fäkalien beschmutzten Räume sorgen für Empörung.

Wie die Abhängigen in das Haus gelangen, ist unklar, denn sowohl Haustür als auch die Türen zu den Kellern sind versperrt. Die Vermutungen reichen von einem nachgemachten Schlüssel bis dahin, dass sie jemand aus dem Haus hineinlässt.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. "Hausverwaltung ist absolut untätig"

"Die Hausverwaltung ist untätig, wir werden wiederholt darum ersucht, eine Lösung zu finden, damit hausfremde Personen nicht ins Haus gelangen. Mittlerweile haben zehn Mieter Missstände bei der Hausverwaltung deponiert, doch außer Lippenbekenntnissen ist nichts geschehen", erzählen die Hausbewohner.

So finden die Mieter ihre Kellerabteile vor:



(Bild: privat)

Stadt entsendet Sozialarbeiter

Die Hausverwaltung war bisher nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Unterstützung bekommen die Mieter aber bei der Stadt Wien. Nach der Information durch "Heute" entsandte die Sucht- und Drogenkoordination Wien (SD Wien) verstärkt Sozialarbeiter. Diese stehen als erste Ansprechpartner für die Bewohner zur Verfügung, sollen aber auch die Hausverwaltung dabei unterstützen, eine für alle zufriedenstellende Lösung zu finden.

Zudem gebe es die Hotline von der Mobilen Sozialarbeit "Sam plus", bei der Anrainer unter der Telefonnummer 0676-811853732 rund um die Uhr Probleme melden können.

Die Sozialarbeiter informieren gegebenenfalls auch andere Stellen der Stadt, etwa die MA48 oder die MA33, die für die Reinigung oder bessere Beleuchtung sorgt. (lok)

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