"Kaufe nicht bei Türken": Rassistische Mail schockt

Fassungslosigkeit herrscht über einen Brief, der an eine Welser Baustoffirma geschickt wurde.
Fassungslosigkeit herrscht über einen Brief, der an eine Welser Baustoffirma geschickt wurde.Bild: keine Quellenangabe

"Fassungslos" ist der Chef einer Welser Baustoffirma. Ein Agrar-Funktionär schickte einem seiner Mitarbeiter eine rassistische Email, die schockiert.

Es war eine ganz gewöhnliche Geschäftsanbahnung. Ein Agrar-Funktionär aus Schlierbach wollte Dämmstoff kaufen, stellte deshalb bei einem großen Welser Baustoffhändler eine Anfrage.

Daraufhin schickte Mitarbeiter Edin B. ein Angebot. Wie die OÖN berichten, bekam er daraufhin eine Antwort, die sprachlos macht.

Sehr geehrter Herr/Frau Edin!

Ich arbeite nicht mit Türken zusammen. Schade um den sehr guten Termin, den ich mit der Verkaufsberaterin auf der Welser Messe gehabt habe. Aber nochmals... ich kaufe nichts bei Türken !!!

Mit besten Grüßen


Der Geschäftsführer der Baustoff-Firma ist schockiert. "Ein solches Ausmaß an Diskriminierung macht mich fassungslos", wird er in den OÖN zitiert.

Edin B. (23), dessen Eltern aus Bosnien-Herzegowina stammen, ist ebenfalls schockiert. "Ich dachte, mich haut's vom Sessel." Und weiter: „Wenn man aber so einen Satz schwarz auf weiß liest, ist das einfach nur traurig", sagte er den "OÖ Nachrichten".

Der Verfasser des rassistischen Briefs, Max. G., hat sich schriftlich entschuldigt, zeigt sich reuig: "Es tut mir wahnsinnig leid. Ich bin nicht ausländerfeindlich, habe auch nichts gegen Flüchtlinge", sagt er laut OÖN. Als er den Brief geschrieben hat, habe er einen schlechten Tag gehabt, zudem habe er Alkohol konsumiert. Er fürchtet um seinen Job. (mip/rep)

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
WeltwocheGood NewsOberösterreichEidgenössische Kommission gegen Rassismus

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen