"Khol, Leitl, Pröll wollten Mitterlehner verhindern"

Der ehemalige ÖVP-Abgeordnete Ferdinand Maier wettert gegen seine Parteifreunde. Nach dem Rücktritt von Michael Spindelegger Ende August hätten Seniorenbund-Obmann Andreas Khol, Wirtschaftsbund-Präsident Christoph Leitl und Landeshauptmann Erwin Pröll versucht, die Nominierung von Reinhold Mitterlehner zum neuen ÖVP-Chef zu verzögern.
Der ehemalige ÖVP-Abgeordnete Ferdinand Maier wettert gegen seine Parteifreunde. Nach dem Ende August hätten Seniorenbund-Obmann Andreas Khol, Wirtschaftsbund-Präsident Christoph Leitl und Landeshauptmann Erwin Pröll versucht, die Nominierung von Reinhold Mitterlehner zum neuen ÖVP-Chef zu verzögern.

"Nicht rasch zu entscheiden, sondern auf Zeitgewinn zu spielen, fand ich skandalös. Wenn diese Parteifreunde weiter so agieren, wird es auch Mitterlehner schwer haben", so Maier im Nachrichtenmagazins "profil".

Spindi "schlicht nicht geeignet"

Ex-Parteiobmann Spindelegger habe "an Mangel an Leadership und Kompetenz" gelitten und sei "für die Funktionen als Parteichef und Finanzminister schlicht nicht geeignet" gewesen, findet der im Oktober ausgeschiedene Raiffeisen-Generalsekretär.

Landeshauptleute "denken nur an sich"

Es sei "ärgerlich", dass die ÖVP-Landeshauptleute "dem Treiben so lange zugeschaut" hätten. Insgesamt seien die Landeshauptmänner innerhalb der Volkspartei "im vergangenen Jahrzehnt immer mächtiger geworden". "Früher glaubten die Landeshauptleute, von einer erfolgreichen ÖVP auch in ihrem Bundesland profitieren zu können. Heute denkt fast jeder Landeshauptmann nur noch an sich. Das muss sich ändern", so Maier.

Am Bundesparteitag am Samstagnachmittag ist Reinhold Mitterlehner nichtsdestotrotz mit 99,1 Prozent der Delegiertenstimmen zum gewählt worden.
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