"Kim hat unserem Sohn die Zähne herausgerissen"

US-Student Otto Warmbier wurde 2016 in Nordkorea verhaftet und kam in ein Straflager. Kurze Zeit später verstarb er. Nun redeten seine Eltern über den Tod ihres Sohnes.

Otto flog im Dezember 2015 für einen Kurztrip nach Pjöngjang. Nach über einem Jahr kehrte er in seine Heimat zurück - im Wachkoma. Nur eine Woche nach der Ankunft starb er.

Der Grund: Der US-Student wurde zu 15 Jahren Straflager verurteilt, weil er ein Plakat von der Wand eines Hotels genommen hat. In dem Gefangenenlager geriet Otto Warmbier ins Koma. Nach 17 Monaten wurde er letztendlich in seine Heimat, nach Cincinnati, überliefert.

Ihr Sohn war nicht mehr wieder zu erkennen

Seine Mutter erinnerte sich in einem Interview mit Fox News an die Ankunft: "Wir hatten uns vorgestellt, dass Otto im Koma schlafen würde. Und das die Ärzte in Ruhe mit ihm arbeiten könnten und wir ihm mit unserer Liebe beistehen könnten."

Dem war jedoch nicht so. Ihr Sohn befand sich nämlich im Wachkoma und stieß immer wieder schreckliche Laute aus. Er lag auf einer Trage und zuckte ununterbrochen.

Auch Trump sah das Interview

Sein Vater fügte hinzu: "Ottos Kopf war rasiert worden, ein Ernährungsschlauch kam aus seiner Nase, er starrte ins Leere und zuckte ganz schrecklich. Er war blind. Er war taub. Und als wir versuchten, ihn zu beruhigen, sahen wir, dass Zähne im Unterkiefer fehlten, als hätte ihn jemand mit einer Zange bearbeitet."

Auch US-Präsident Donald Trump, der sich derzeit in einem Schlagabtausch mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un befindet, hat dieses Interview anscheinend gesehen. Auf Twitter schrieb er: "Großartiges Interview auf Fox mit den Eltern von Otto Warmbier: 1994-2017. Otto wurde auf eine unvorstellbare Art und Weise von Nordkorea gefoltert."

(slo)

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