"Kinderverbot" in Pizzeria sorgt für Debatten

"Primo Piano"-Geschäftsführer Martin Simek wehrt sich.
"Primo Piano"-Geschäftsführer Martin Simek wehrt sich.Bild: Sabine Hertel

Das "Primo Piano" verleiht Kindern keine Flügel: Denn die Osteria in der Gersthofer Straße 21 gewährt kleinen Gästen bis zwölf Jahren keinen Zutritt. Die Gründe dafür:

"Habe für unsere Familie reserviert, um dann vor Ort weggeschickt zu werden, da Kinder (acht und elf Jahre) im Lokal nicht erlaubt sind … Sorry, aber das hab ich noch nie erlebt! Ganz tolles Konzept", schreibt eine verärgerte Mutter auf der Facebook-Seite des Restaurants "Primo Piano".

Aber erst ein Posting der Community-Seite "Babymamas", in dem auf das "Kinderverbot" hingewiesen wird, ließ am Montag in den sozialen Netzwerken die Wogen hochgehen: "Dass man mit Kindern in manchen Wiener Lokalen nicht erwünscht ist, ist nichts Neues. Aber ich kenne kein Lokal, wo so dezidiert darauf hingewiesen wird", meint Andrea Schöniger, Initiatorin von "Babymamas".

"Heute" fragte bei Geschäftsführer Martin Simek – er betreibt im Erdgeschoß das "Edelmann" und im 1. Stock das "Primo Piano" – nach, dieser wehrt sich: "Wir sind nicht kinderfeindlich! Wir halten uns nur an die Gesetze. Kleine Kinder dürfen aufgrund der Absturzgefahr nicht in den ersten Stock. Unten ist alles für die Kleinen frei. Wir bringen die Pizza sogar von oben hinunter. Zudem ist das 'Primo Piano' ein Abend-Lokal mit Barbetrieb. Auf unserer Homepage weisen wir bei der Reservierung extra aufs Zutrittsalter hin."

Info: Eine Liste mit babyfreundlichen Lokalen findet sich auf der Seite babymamas.at

Zugleich schränkt der Restaurant-Chef aber ein: "Wir sind kein Turnverein, Narrenfreiheit gibt es nirgendwo. Wenn Kinder herumrennen, sprechen wir mit den Eltern." (cz)

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