"Kriminal-Touristen" erbeuten 700.000 Euro

Sie kamen alle zwei Monate für drei bis vier Wochen nach Österreich, gingen hier einbrechen. Die nächsten Jahre brauchen die vier festgenommenen Moldawier nicht mehr zu "pendeln" - sie werden dauerhaft bei uns in Haft sitzen.

Sie kamen alle zwei Monate für drei bis vier Wochen nach Österreich, gingen hier einbrechen – erbeuteten 700.000 Euro. Die nächsten Jahre brauchen die vier festgenommenen Moldawier nicht mehr zu "pendeln" – sie werden dauerhaft bei uns in Haft sitzen.
Über mindestens fünf Jahre fuhren laut Polizei die vier Beschuldigten (28, 30, 32 und 35) immer wieder zu uns, um hier in Firmen einzubrechen. Und sie gingen im Grunde immer gleich vor: Tresore in Bürogebäuden wurden entweder aufgeschnitten, gewaltsam aufgebrochen oder abtransportiert – 700.000 Euro Schaden. "Häufig wurden auch Firmenfahrzeuge als Flucht- oder Transportfahrzeuge verwendet", so die Polizei.

Zum Verhängnis wurde ihnen ein Einbruch in eine Perger Firma, bei dem sie Bargeld und Laptops im Wert von etwa 20.000 Euro erbeuteten. Die Täter waren bereits am Rückweg nach Wien, wo sie während ihrer Einbrüche ihr Quartier hatten. Doch Beamte des oö. Landeskriminalamts erwarteten sie schon. Sie waren nach monatelangen Ermittlungen den Verdächtigen auf die Spur gekommen.

"Die Tätergruppe agierte vorrangig in Oberösterreich und und vereinzelt in Niederösterreich und im Burgenland. Pro Nacht verübten sie immer mehrere Einbruchsdiebstähle", so Polizei-Chef Andreas Pilsl, LKA-Chef Gottfried Mitterlehner und LKA-Chefinspektor Rudolf Frühwirth.

70 Einbrüche – an viele können sie sich gar nicht mehr erinnern

Die Einbrecher sind grundsätzlich geständig – können sich aber aufgrund der Vielzahl (rund 70) nicht mehr an alle Straftaten exakt erinnern.

Interessant: Einer der Beschuldigten, der 30-Jährige, war mit einer anderen Identität in Österreich seit dem Jahr 2012 wegen eines Einbruchs im Computersystem vorgemerkt. Er war mit dieser Identität erstmals 2002 als Asylwerber nach Österreich eingereist.

Derzeit sind alle vier Verdächtigen in U-Haft.

 

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