Ein Zeitungsberg, so hoch wie der Kilimandjaro

Das Team der Kupfermuckn brachte nun die 200. Ausgabe der beliebten Straßenzeitung heraus.
Das Team der Kupfermuckn brachte nun die 200. Ausgabe der beliebten Straßenzeitung heraus.Bild: Kupfermuckn

Fünf Millionen "Kupfermuckn"-Exemplare wurden in den letzten 22 Jahren gedruckt. Das entspricht einem Zeitungsberg in Höhe des Kilimandjaro.

Jeden Mittwoch um 13 Uhr treffen sich die Redakteure der Linzer Straßenzeitung "Kupfermuckn" und besprechen die Themen der aktuellen Ausgabe. Und das schon seit 22 Jahren.

Nun erschien die bereits 200. Ausgabe des bekannten Blattes in einer Auflage von 32.000 Stück (in den Anfangszeiten waren es noch 2.000). Insgesamt wurden seither schon fünf Millionen Exemplare gedruckt. Das entspricht einem Zeitungsberg, so hoch wie der Kilimandjaro (5.895 Meter), ein Berg im Nordosten von Tansania in Afrika.

Mittelpunkt der "Kupfermuckn" ist die Berichterstattung aus Sicht von Menschen, die in Armut und sozialer Ausgrenzung leben müssen. Rund 25 Redakteure sind für die Inhalte verantwortlich.

Hälfte des Verkaufspreises bleibt dem Verkäufer



Ausgegeben werden die Zeitungen an die Verkäufer in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe in Linz, Wels, Steyr und Vöcklabruck. Es gilt das Prinzip 50:50. Das heißt, dass die Hälfte des Verkaufspreises von zwei Euro dem Verkäufer bleibt.

"Vor 22 Jahren stand ich nach einer Trennung plötzlich auf der Straße und ging zum Verein Arge für Obdachlose. Zur gleichen Zeit wurde die Straßenzeitung 'Kupfermuckn' gegründet und weil ich nur ein kleines Einkommen als Austräger einer Tageszeitung hatte, begann ich mit dem Verkauf", erinnert sich Bertl Weißengruber, Gründungsmitglied der Straßenzeitung.

Und der Verkauf zahlt sich auf. Denn immerhin wurden schon fünf Millionen Euro für Menschen, die in Armut leben, eingespielt.

(mip)

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