"Last-Minute"-Abrisse: 80 Baustellen nun gestoppt

Das geschichtsträchtige Gebäude in der Floßgasse 14, eine ehemalige Mikwe, steht nur noch zur Hälfte.
Das geschichtsträchtige Gebäude in der Floßgasse 14, eine ehemalige Mikwe, steht nur noch zur Hälfte.Bild: Helmut Graf

Seit Samstag gilt die schärfere Bauordnung. Knapp zuvor schlug die Abrissbirne bei vielen Gründerzeithäusern noch zu. Baulücken und halb zerstörte Gebäude prägen einen Teil der Stadt.

Eine Lücke klafft in der Floßgasse 14: In einer Abrissaktion in letzter Sekunde wurden am Freitag das Dach und das oberste Geschoß des Hauses, in dem früher eine Mikwe, ein jüdisches Tauchbad, war, zerstört. Auch in der Mariahilfer Straße 166 stoppte die Baupolizei den Abbruch am Samstag – hier wohnen noch Mieter. "Die Arbeiten wurden eingestellt", so Bernhard Gutternigh, Vize-Chef der MA 37 (Baupolizei).

"Last-Minute"-Abrisse gestoppt

Rund 80 Baustellen seien betroffen. Grund für die "Last-Minute"-Abrisse: Seit 30. 6. gilt für Häuser, die vor dem 1. 1. 1945 errichtet wurden, besonderer Schutz. Für den Abriss ist nun eine Stellungnahme der MA 19 nötig, dass am Erhalt des Bauwerks "kein öffentliches Interesse besteht". Die Maßnahme diene auch "zum Schutz der dort wohnenden Mieter, deren Zuhause wir damit bestmöglich verteidigen", so Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál (SPÖ).

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