"Macbeth": Würdige, kinogerechte Verfilmung

Shakespeare erfreut sich im Filmbiz ungebrochener Beliebtheit. In der neuesten Verfilmung von "Macbeth" mordet sich Michael Fassbender zum König von Schottland. Wunderschön düstere Aufnahmen der Highlands wechseln sich mit blutigen Gemetzeln ab. Die Sprache ist originalbelassen.

Shakespeare erfreut sich im Filmbiz ungebrochener Beliebtheit. In der neuesten Verfilmung von "Macbeth" mordet sich zum König von Schottland. Wunderschön düstere Aufnahmen der Highlands wechseln sich mit blutigen Gemetzeln ab. Die Sprache ist originalbelassen.

Macbeth (Fassbender) zieht für seinen König Duncan (David Thewlis) in die Schlacht. Zwar bezwingt er seinen Gegner, verliert dabei jedoch seinen Sohn und Mitstreiter. Nach dem Kampf wird Macbeth von vier mysteriösen Frauen prophezeit, dass die Krone einmal seinen Kopf zieren wird. Als er seiner Gattin, der Lady Macbeth (-Schurke Sean Harris) schöpft Verdacht.

Mehr Kino als Theater

"Macbeth" ist eine der berühmtesten Tragödien William Shakespeares. An die Wurzeln des Stücks erinnert in Sebastian Kurzels aktueller Version vorwiegend die Sprache. Der Regisseur genießt den Sprung auf die Kinoleinwand in vollen Zügen: Die räumliche Enge, die viele Theater-Adaptionen ausmacht, gibt es hier nicht. Stattdessen wird der Film von der weitläufigen, kargen, in grandiosen Bildern eingefangenen schottischen Landschaft dominiert, die beinahe sogar das Protagonisten-Duo Fassbender/Cotillard in den Schatten stellt.

In den Trailern sah der Film noch ein wenig nach "Braveheart" im Blank Verse aus. Kurzels "Macbeth" erinnert im Final Cut aber eher an Nicholas Winding Refns "Valhalla Rising": Ein blutiger, elegischer Trip durch die Highlands und ein Blick in die Abgründe der Seele. Kein "leichtes" Kinovergnügen, aber ein sehenswertes.

"Macbeth" startet am 30. Oktober 2015 in den österreichischen Kinos.

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